21 June 2026, 02:17

Felbermayrs radikale Rentenreform: Später in Pension, mehr Inflationschutz

Wirtschaftsberater für die Verknüpfung des Rentenalters mit der Lebenserwartung

Felbermayrs radikale Rentenreform: Später in Pension, mehr Inflationschutz

Der Ökonom Gabriel Felbermayr hat neue Rentenvorschläge für Deutschland vorgelegt. Er schlägt vor, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln und die jährlichen Rentenanpassungen an die Inflation anzupassen. Mit diesen Ideen soll das Rentensystem stabilisiert und wirtschaftlichen Sorgen begegnet werden.

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Felbermayr, der seit März zu den fünf „Wirtschaftsweisen“ Deutschlands zählt, empfiehlt, dass jedes zusätzliche Jahr an Lebenserwartung die Arbeitszeit um einen Teil dieses Jahres verlängern sollte. Dies würde Kosten sparen und verhindern, dass Rentner Kaufkraft verlieren, so seine Argumentation.

Zudem plädiert er dafür, die Rentenerhöhungen an die Inflation statt an die Lohnentwicklung zu binden – ein Modell, das in vielen OECD-Ländern bereits angewendet werde.

Zur Frage der Beamten bezeichnet Felbermayr den Vorschlag, sie in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen, als „Nebelkerze“. Er kritisiert die hohe Zahl verbeamterter Beschäftigter in Deutschland, da dies den Eindruck einer zweiklassigen Gesellschaft erwecke. Nur Berufe wie Polizisten und Richter, die hoheitliche Aufgaben erfüllten, sollten Beamtenstatus besitzen, argumentiert er.

Felbermayr regt an, Deutschland solle dem Vorbild Österreichs folgen und die Zahl der verbeamtenten öffentlichen Bediensteten reduzieren.

Die Vorschläge zielen darauf ab, das deutsche Rentensystem und die Struktur des öffentlichen Sektors zu reformieren. Eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung könnte die finanzielle Belastung verringern, während eine inflationsgebundene Rentenanpassung das Einkommen der Rentner vor Kaufkraftverlust schützen würde.

Quelle