21 June 2026, 02:16

Felbermayrs radikale Rentenreform: Später in Rente, mehr Inflationsschutz – und weniger Beamte

Wirtschaftsberater für die Verknüpfung des Rentenalters mit der Lebenserwartung

Felbermayrs radikale Rentenreform: Später in Rente, mehr Inflationsschutz – und weniger Beamte

Der Ökonom Gabriel Felbermayr hat neue Vorschläge zur Rentenreform in Deutschland vorgelegt. Er schlägt vor, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln und die jährlichen Rentenerhöhungen an die Inflation anzupassen. Mit diesen Ideen soll das Rentensystem stabilisiert und wirtschaftlichen Bedenken begegnet werden.

Felbermayr, der seit März zu den fünf „Wirtschaftsweisen“ Deutschlands zählt, empfiehlt, dass jedes zusätzliche Jahr an Lebenserwartung die Arbeitszeit um einen Teil dieses Jahres verlängern sollte. Dies würde Kosten sparen und verhindern, dass Rentner Kaufkraft verlieren, argumentiert er.

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Zudem plädiert er dafür, Rentenerhöhungen an die Inflation statt an die Lohnentwicklung zu binden – ein Modell, das in vielen OECD-Ländern bereits angewendet werde.

Zur Frage der Beamten bezeichnet Felbermayr den Vorschlag, sie in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen, als „Nebelkerze“. Er kritisiert die hohe Zahl verbeamterter Beschäftigter in Deutschland, die den Eindruck einer zweiklassigen Gesellschaft erwecke. Nur Berufe wie Polizisten und Richter, die hoheitliche Aufgaben erfüllten, sollten Beamtenstatus erhalten, so seine Meinung.

Felbermayr regt an, Deutschland solle sich an Österreich orientieren und die Zahl der verbeamtenten öffentlichen Bediensteten reduzieren.

Die Vorschläge zielen darauf ab, das deutsche Rentensystem und die Struktur des öffentlichen Sektors zu reformieren. Eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung könnte die finanzielle Belastung verringern, während eine inflationsgebundene Rentenanpassung die Einkommen der Rentner vor Kaufkraftverlust schützen würde.

Quelle