Flexo-Bedarfbus in Salzgitter: Droht 2026 das Aus für den beliebten Rufbus?
Tobias NeumannFlexo-Bedarfbus in Salzgitter: Droht 2026 das Aus für den beliebten Rufbus?
Ungewisse Zukunft für den Flexo-Bedarfbus in Salzgitter
Die Zukunft des beliebten Bedarfbus-Systems Flexo in Salzgitter steht auf der Kippe: Die aktuelle Förderung läuft demnächst aus. Der flexible Nahverkehr, der unter anderem Salzgitter-Thiede und Baddeckenstedt verbindet, verliert Ende 2026 seine regionale Finanzierung. Nun liegt es an den lokalen Politikern, ob der Service über das nächste Jahr hinaus fortbesteht.
Ursprünglich wurde Flexo mit finanzieller Unterstützung des Regionalverbands Braunschweig eingeführt, der bis Dezember 2026 die Hälfte der Kosten trägt. Danach fällt die Verantwortung für den Betrieb vollständig an die einzelnen Kommunen – im Rahmen ihrer örtlichen Nahverkehrspflichten.
In einigen Nachbarregionen ist die Zukunft von Flexo bereits gesichert: Der Landkreis Gifhorn hat den Vertrag bis 2033 verlängert, Baddeckenstedt gar bis 2031. In Salzgitter jedoch müssen die Stadtverantwortlichen noch in diesem Jahr über neue Finanzierungsbeschlüsse entscheiden.
Unterdessen formiert sich Widerstand in der Bevölkerung. Eine Online-Petition zur Rettung des Bedarfbusses verzeichnete bis Sonntag bereits 460 Unterschriften. Vorangetrieben wird die Kampagne von zwei Schülerinnen aus Salzgitter-Thiede, Ece Hickorkmaz und Esila Isbir, die sich für den Erhalt des flexiblen Verkehrsangebots einsetzen.
Ohne neue Mittel wird Flexo in Salzgitter nach 2026 eingestellt. Ob die Rufbusse Teil des regionalen Nahverkehrs bleiben, hängt nun von den Abstimmungen im Stadtrat und dem öffentlichen Druck ab. Nur wenn die Kommunen bereit sind, die vollen Kosten zu übernehmen, kann der Service fortgeführt werden.






