Geburtenrate auf Rekordtief: Drohen jetzt Kürzungen beim Elterngeld?
Tobias NeumannGeburtenrate auf Rekordtief: Drohen jetzt Kürzungen beim Elterngeld?
Deutschlands Geburtenrate erreicht niedrigsten Stand seit 1946 – Sorgen um Familienpolitik wachsen
Die Geburtenrate in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit 1946 gesunken und wirft Fragen nach der Wirksamkeit der Familienförderung auf. Nun gibt es Berichte, wonach die Regierung die Leistungen beim Elterngeld um rund 350 Millionen Euro kürzen könnte. Der geplante Schritt stößt bereits bei Politikern und Familienverbänden auf scharfe Kritik.
Wie aus Kreisen des Familienministeriums verlautet, steht Familienministerin Karin Prien unter Druck, die Ausgaben ihres Ressorts zu reduzieren. Im Raum steht eine mögliche Kürzung der Elterngeldzahlungen in Höhe von 350 Millionen Euro. Die Ankündigung hat bereits heftigen Widerspruch aus verschiedenen Lagern ausgelöst.
Britta Altenkamp, Vorsitzende des Zukunftsforum Familie (ZFF), bezeichnete die Debatte als ein „verheerendes Signal“ für Familien. Auch die ehemalige Familienministerin Franziska Giffey warnte vor solchen Kürzungen. Ihrer Ansicht nach erfülle das Elterngeld eine doppelte Funktion: Es biete nicht nur wichtige Unterstützung für Familien, sondern trage auch zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes bei.
Aktuelle Zahlen zeigen, dass 74 Prozent der Elterngeldbezieher in Deutschland Frauen sind. Diese Schieflage verschärft die Bedenken gegenüber möglichen Kürzungen. Auch Wolfgang Kubicki, designierter Vorsitzender der FDP, positionierte sich klar gegen die geplanten Streichungen.
Die möglichen Kürzungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschlands Geburtenrate historisch niedrig ist. Kritiker argumentieren, dass eine Reduzierung des Elterngelds Familien zusätzlich belasten und die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Inanspruchnahme von Elternzeit weiter vertiefen könnte. Eine endgültige Entscheidung über die Haushaltsanpassungen steht noch aus.






