Geschlechtergerechte Preise: Friseure müssen umdenken – was sich jetzt ändert
Philipp FischerGeschlechtergerechte Preise: Friseure müssen umdenken – was sich jetzt ändert
In Deutschland läuft eine Rechtsreform an, um geschlechterbasierte Preisdifferenzierung bei Friseurdienstleistungen abzuschaffen. Die erste Lesung des Gesetzesentwurfs hat bereits im Bundestag stattgefunden – ein wichtiger Schritt hin zu faireren Abrechnungsmodellen in Friseursalons und Barbierstuben bundesweit.
Das neue Gesetz wird alle Friseurbetriebe verpflichten, sich an Antidiskriminierungsregeln zu halten. Bei Verstößen drohen Schadensersatzklagen. Unternehmen müssen ihre Preissysteme anpassen, um rechtliche Risiken zu vermeiden.
Künftig wird die Preisgestaltung nicht mehr am Geschlecht, sondern an Kriterien wie Haarlänge, Zeitaufwand oder konkreten Leistungen ausgerichtet. Die Preisliste muss diese neuen Maßstäbe abbilden. Zwar sind Preiserhöhungen nicht ausgeschlossen, doch im Vordergrund stehen Transparenz und die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben.
Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks betont, dass es bei der Reform um faire Abrechnungspraxis gehe – nicht um Ideologie. Auch der Landesinnungsverband der Friseure Niedersachsen unterstützt seine Mitglieder bei der Umstellung auf das neue Modell der „erbrachten Leistungen“.
Ziel der Reform ist es, für alle Kundinnen und Kunden – unabhängig vom Geschlecht – transparente und gerechte Preise zu gewährleisten. Salons und Barbierstuben müssen sich nun auf die Änderungen vorbereiten, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen und Strafen zu vermeiden.






