25 March 2026, 22:22

Göttinger Wohnprojekte gründen Dachverband für mehr Selbstbestimmung

Ein Schulgebäude mit einem Schild, auf dem "Ecole Communale" steht, vor einer Laube mit Säulen, Bänken, Treppen mit Geländern, Bäumen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Göttinger Wohnprojekte gründen Dachverband für mehr Selbstbestimmung

Neuer Dachverband für selbstverwaltete Wohnprojekte in Göttingen gegründet

Am 15. März 2023 hat sich in Göttingen ein neuer Dachverband für selbstverwaltete Wohnprojekte offiziell vorgestellt – und zwar im Rahmen eines "Storytelling-Cafés". Unter seinem Dach vereint er elf lokale Wohninitiativen, die künftig gemeinsam agieren wollen.

Die Wurzeln des Verbands reichen tief in die lange Tradition der Göttinger Wohnungsaktivisten zurück. Eines der Mitgliedprojekte, das KBR10/12 im Kreuzbergring, begann in den 1970er-Jahren als besetzter Wohnraum. Später vom Studentenwerk Göttingen verwaltet, ging es 2021 vollständig in den Besitz der Bewohner:innen über.

Weitere vollständig in Bewohner:innenhand befindliche Projekte sind die Häuser Bürgerstraße 50a sowie Goßlerstraße 17/a und 21. Hauptziele des Verbands sind die Unterstützung neuer Wohninitiativen und die Verhinderung, dass bestehende Projekte wieder in Privatbesitz übergehen.

Jedes Mitglied zahlt einen jährlichen Solidaritätsbeitrag, aus dem etwa Gutachten finanziert oder direkte Kredite an bedürftige Projekte vergeben werden. Zudem wird der Verband in den Satzungen der Mitglieder als Schutzinstanz verankert.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Über die finanzielle Unterstützung hinaus soll der Verband als zentrale Anlaufstelle für Menschen dienen, die nach Wohnraum mit gemeinnütziger Ausrichtung suchen. Seine Gründung spiegelt jahrzehntelange lokale Bemühungen wider, bezahlbaren und gemeinschaftlich kontrollierten Wohnraum zu erhalten.

Der Verband vertritt nun elf Wohnprojekte in Göttingen und der Umgebung. Durch die Bündelung von Ressourcen und Fachwissen will er die selbstverwaltete Wohnkultur in der Region stärken. Die öffentliche Vorstellung markiert einen wichtigen Schritt in der langfristigen Mission, Bewohner:innen-geführte Wohnformen zu schützen und auszubauen.

Quelle