07 April 2026, 08:17

Grüne fordern rasche GKV-Reform – sonst drohen 25 Prozent Beitragssatz

Plakat mit dem Text "Beende den Job: Gesundheit sollte ein Recht sein, nicht ein Privileg" und einer Karte mit der Aufschrift "Mache niedrigere Gesundheitskosten permanent und schließe die Lücke in der Versorgung für amerikanische Familien."

Grüne fordern rasche GKV-Reform – sonst drohen 25 Prozent Beitragssatz

Janosch Dahmen, gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen, hat die Bundesregierung aufgefordert, die Reformen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu beschleunigen. Ohne rasches Handeln drohten die Beitragssätze bis zum Ende dieser Legislaturperiode auf 25 Prozent zu steigen, warnte er. Die steigenden Kosten würden sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber stark belasten.

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Dahmen kritisierte die zögerlichen Verhandlungen und bemängelte, dass bereits ein ganzes Jahr in Kommissionssitzungen verlorengegangen sei. Nun fordert er von der Ampelkoalition, unverzüglich konkrete Reformvorschläge vorzulegen. Die Regierung müsse noch vor der Sommerpause Gesetzesentwürfe finalisieren, um weitere Verzögerungen zu vermeiden.

Eine Finanzierungslücke von 15 Millionen Euro könnte bereits ab Januar nächsten Jahres zu höheren Beiträgen führen. Der Schätzungsausschuss wird voraussichtlich im Oktober tagen, um die genauen Sätze für 2025 festzulegen. Dahmen betonte, dass Untätigkeit die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands schwächen könnte, da höhere Lohnnebenkosten sowohl Unternehmen als auch Beschäftigte zusätzlich belasten würden.

Der dringende Reformaufruf erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Druck wächst, starke Anstiege bei den Beiträgen für Kranken- und Pflegeversicherung zu verhindern. Bleibt alles beim Alten, müssen Arbeitnehmer und Betriebe mit deutlich höheren Kosten rechnen. Die nächsten Schritte der Regierung werden entscheiden, ob das System stabilisiert wird oder unter weitere finanzielle Spannungen gerät.

Quelle