Guram Gvasalias Vetements-Show in Paris setzt auf puristische Alltagsmode statt Glamour
Philipp FischerGuram Gvasalias Vetements-Show in Paris setzt auf puristische Alltagsmode statt Glamour
Guram Gvasalia präsentierte seine Vetements-Kollektion erstmals im Rahmen der Herrenmode-Woche in Paris
Die Show begann mit 45 Minuten Verspätung um 20:30 Uhr und zog ein prominentes Publikum an. Zu den Gästen zählten North West, Maluma, Anyma und Olivia Palermo.
Der Veranstaltungsort sorgte zunächst für Verwirrung: Die Einladungen nannten das Novotel Paris Centre Tour Eiffel als Location, doch die Präsentation fand tatsächlich in einem Tunnel unter dem Gebäude statt. Gvasalia hielt sich mit Details zurück und kommentierte nur lapidar: „Wer Bescheid weiß, der weiß Bescheid.“
Die Kollektion markierte eine Rückkehr zu Vetements’ ursprünglicher Philosophie. Gvasalia setzte auf Kleidung für den Alltag statt auf Rotteppich-Momente. Viele Stücke wirkten schlicht und vertraut – etwa Jeans, gestreifte Hemden oder Lederhosen. Einige Teile waren zudem multifunktional, wie die reversiblen Harrington-Jacken und Trenchcoats.
Im Mittelpunkt der Präsentation stand die Damenmode: Gvasalia kleidete weibliche Models, darunter Alek Wek und Sasha Pivovarova, in viele der Herrenmode-Designs. Sharon Stones Auftritt erinnerte an ihren Look bei Demnas Gucci-Debüt, als sie ein weißes Kleid trug. Eine Kuriosität fielen bei einigen Kleidungsetiketten auf, die statt „Vetements“ schlicht „Clothing“ auswiesen.
Die Show unterstrich Gvasalias Bestreben, die Ästhetik der Marke auf das Wesentliche zu reduzieren. Funktionale, zurückhaltende Mode dominierte die Kollektion. Das Event bestätigte Vetements’ Fokus auf Praktikabilität und Vielseitigkeit – statt auf glamourösen Hochglanz.
