20 June 2026, 14:12

Hamburgs Jugendhilfe-Netzwerk VKJH droht wegen Geldmangel die Schließung

Finanzielle Engpässe und Gegenwinde

Hamburgs Jugendhilfe-Netzwerk VKJH droht wegen Geldmangel die Schließung

Hamburgs VKJH steht vor der Schließung – Jugendhilfe-Netzwerk kämpft ums Überleben

Das VKJH, ein zentrales Netzwerk für Kinder- und Jugendhilfe in Hamburg, steht wegen finanzieller Engpässe vor der Schließung. Gleichzeitig plant die Schulbehörde der Stadt, die bestehende Ombudsstelle für Jugendliche mit einer neuen Stelle für Kita-Bereiche zusammenzulegen – ein Vorhaben, das eine Neuausschreibung des Vertrags nach sich zieht.

Das VKJH betreibt in ganz Hamburg Abenteuerspielplätze, Jugendclubs und Familienberatungsstellen. Mit 90 festen Mitarbeitenden und 150 freiberuflichen Kräften leistet es wichtige Arbeit, doch die zentrale Geschäftsstelle ist seit Langem unterfinanziert. Ohne zusätzliche 120.000 Euro jährlich können die Gehälter einer Geschäftsführerin und einer Verwaltungsmitarbeiterin nicht mehr gedeckt werden.

Die OHA!-Ombudsstelle für Kinder- und Jugendrechte, 2017 eingerichtet, bearbeitet seit 2021 jährlich rund 300 Beratungsanfragen. Doch auch sie könnte im Zuge der geplanten Fusion abgeschafft werden. Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe (BNO) hat bereits Bedenken gegen die Neuvergabe des Ombudsvertrags geäußert.

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Falls bis Ende Juni keine Finanzlösung gefunden wird, prüft das VKJH, seine 17 Einrichtungen und 27 Projekte auf die Stadtbezirke zu übertragen. Ohne gesicherte Mittel bleibt die Zukunft des Netzwerks jedoch ungewiss. Auch das Schicksal der Ombudsstelle hängt vom Ausgang des Vergabeverfahrens ab. Beide Entscheidungen werden die Jugendhilfe in Hamburg in den kommenden Monaten maßgeblich prägen.

Quelle