Handwerk und Kreis Steinfurt besprechen Energiekosten, Schwarzarbeit und neue Vergaberichtlinien
Tobias NeumannHandwerk und Kreis Steinfurt besprechen Energiekosten, Schwarzarbeit und neue Vergaberichtlinien
Vertreter der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf und des Kreises Steinfurt trafen sich kürzlich zu ihrem jährlichen Austausch. Im Mittelpunkt der Gespräche standen gemeinsame Herausforderungen wie steigende Energiekosten und Schwarzarbeit, aber auch neue Chancen durch aktualisierte Vergaberichtlinien. Beide Seiten betonten die Bedeutung eines offenen Dialogs und der weiteren Zusammenarbeit.
An dem Treffen nahmen führende Persönlichkeiten teil, darunter Landrat Dr. Martin Sommer, der Leiter des Bau- und Umweltamtes, Carsten Rehers, sowie Vertreter der Handwerkerschaft wie Kreishandwerksmeister Heinz-Bernd Lohmann und sein Stellvertreter Thomas Bäumer. Zudem waren Frank Tischner, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, und Christian Holterhues von der WESt anwesend.
Die stark gestiegenen Energiepreise, angetrieben durch die Spannungen im Iran, bereiten den Handwerksbetrieben große Sorgen. Die Unternehmen berichteten von höheren Betriebskosten und anhaltenden Lieferkettenstörungen. Ein weiteres drängendes Problem ist die Schwarzarbeit, die nach einhelliger Meinung den fairen Wettbewerb verzerrt, den Sozialversicherungsträgern Milliarden kostet und ehrliche Steuerzahler sowie gesetzestreue Unternehmen zusätzlich belastet.
Thema war auch die neue Vergabeverordnung, die ab dem 1. Januar 2026 in Kraft tritt. Die Änderungen sollen Verfahren vereinfachen, Bürokratie abbauen und kleineren Anbietern faire Chancen eröffnen. Die Handwerkerschaft und der Kreis hoben die möglichen Vorteile für lokale Betriebe hervor, insbesondere durch kleinere Losgrößen bei Ausschreibungen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Unterstützung bei Betriebsübergaben und -übernahmen. Die Kreishandwerkerschaft und die WESt bieten Beratungsleistungen an, um Handwerkern den Generationswechsel zu erleichtern. Zudem wurde die duale Berufsausbildung als zuverlässiger Karriereweg für junge Menschen beworben, der gute Aufstiegschancen bietet.
Zum Abschluss des Treffens bekräftigten beide Seiten ihr Bekenntnis zur vertrauensvollen Zusammenarbeit. Der direkte Austausch und die kontinuierliche Kommunikation wurden als unverzichtbar bezeichnet, um die gemeinsamen Herausforderungen zu meistern.
Das jährliche Treffen festigte die Verbindung zwischen Kreis und Handwerkerschaft. Die neuen Vergaberegeln und Unterstützungsangebote sollen die Perspektiven für das Handwerk in der Region stärken. Gleichzeitig bleiben steigende Kosten und Schwarzarbeit zentrale Handlungsfelder für das kommende Jahr.






