Heidebad lenkt ein: Mehrsprachige Schilder statt Deutsch-Pflicht für Besucher
Sebastian FischerHeidebad lenkt ein: Mehrsprachige Schilder statt Deutsch-Pflicht für Besucher
Der Betreiber des Heidebads, Mathias Nobel, hat nach bundesweiter Kritik zugestimmt, mehrsprachige Hinweisschilder anzubringen. Sein ursprünglicher Plan, nur Personen mit ausreichenden Deutschkenntnissen einzulassen, hatte für Aufsehen gesorgt. Kommunalpolitiker aus Halle forderten eine Rücknahme der Sprachregelung.
Bei einem Treffen zwischen Mathias Nobel und Vertretern der Stadt, darunter der parteilose Oberbürgermeister Alexander Vogt, beschrieb Nobel die Gespräche als „sehr harmonisch“. Er bestätigte, dass das Heidebad weiterhin allen offenstehe, die sich an die Regeln hielten – unabhängig von ihren Sprachkenntnissen.
Nobel kündigte an, die bestehenden Vorschriften künftig strenger durchzusetzen, auch am Eingang. Sprachliche Fähigkeiten sollen bei der Beurteilung von Regelverstößen keine Rolle mehr spielen. Zudem zeigte er sich offen dafür, zu prüfen, ob mehrsprachige Aushänge dazu beitragen könnten, Vorfälle zu verringern.
Mit dem neuen Ansatz werden alle Besucherinnen und Besucher gleich behandelt und unterliegen denselben Regeln. Die mehrsprachigen Hinweise sollen die Verhaltenserwartungen im Schwimmbad klarer kommunizieren. Durch das Eingreifen der Stadt hat das Heidebad seine Politik geändert.
