02 May 2026, 10:18

Helene Bubrowski wird erste Mitverlegerin der FAZ – ein historischer Wandel

Schwarze-weisse Titelseite einer deutschen Zeitung vom 13. November 1939 mit der Uberschrift 'Weitpreubliche Zeitung' und einem Foto von Menschen in traditioneller deutscher Tracht in einer feierlichen Umgebung.

Helene Bubrowski wird erste Mitverlegerin der FAZ – ein historischer Wandel

Helene Bubrowski wird am 1. Januar 2027 als erste Frau zur Mitverlegerin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) berufen. Ihre Ernennung markiert einen weiteren Schritt in der langjährigen ideologischen Neuausrichtung der Zeitung in Richtung gemäßigter Linksliberalismus – ein Wandel, der intern als VerTAZung bekannt ist.

Bubrowski bringt umfangreiche Erfahrung mit: Zuvor arbeitete sie als politische Redakteurin und Berlin-Korrespondentin der FAZ, wo sie sich mit Rechtspolitik und der Partei Bündnis 90/Die Grünen beschäftigte. Ihre Berichterstattung zeichnete sich oft durch eine differenzierte Betrachtung des Aufstiegs und der Neupositionierung der Grünen aus, ohne dabei die professionelle Distanz aufzugeben.

Die FAZ wird von einem vierköpfigen Verlegergremium im Kollegialprinzip geführt. Mit Bubrowskis Eintritt festigen die sogenannten Modernisierer – nun drei von vier Mitgliedern – ihre Position, darunter Carsten Knop. Diese Gruppe prägt seit dem Tod des Mitverlegers Frank Schirrmacher 2014 die schrittweise Neuausrichtung der Zeitung.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Zu ihren Referenzen zählt der Theodor-Wolff-Preis, den sie für ihren FAZ-Essay Warum die Deutschen ein bisschen mehr Optimismus vertragen könnten erhielt. Die Auszeichnung unterstreicht ihr Talent, analytische Schärfe mit gesellschaftskritischem Kommentar zu verbinden.

Bubrowskis Beförderung unterstreicht die allmähliche Abkehr der FAZ von ihrer traditionell konservativen Linie. Als erste Mitverlegerin wird sie die redaktionelle Zukunft des Blattes mitgestalten. Der Wandel spiegelt sowohl die veränderten Medienlandschaften als auch den internen Erneuerungsdrang der Zeitung wider.

Quelle