05 April 2026, 02:17

IHK Halle-Dessau stellt Forderungen für Sachsen-Anhalts Landtagswahl 2026 vor

Diagramm mit der Überschrift "Die Vorteile der gestiegenen Produktivität der letzten 35 Jahre sind nicht an die Mittelschicht gegangen"

IHK Halle-Dessau stellt Forderungen für Sachsen-Anhalts Landtagswahl 2026 vor

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau hat vor der Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt ihre zentralen Forderungen vorgelegt. Am 25. März 2026 verabschiedete die Organisation ein Positionspapier, in dem sie die Prioritäten der regionalen Wirtschaft skizziert. Zu den dringendsten Themen zählen der Fachkräftemangel, die Förderung von Innovation und der Abbau von Bürokratie.

Die IHK plant nun, mit politischen Parteien, Kandidat:innen und der Öffentlichkeit in Dialog zu treten, um diese Themen in die Wahlkampfdebatte einzubringen. Bisher haben sich weder Parteien noch Bewerber:innen öffentlich zu den Vorschlägen geäußert.

Sieben zentrale Handlungsfelder benennt das Positionspapier der IHK. An erster Stelle steht die Sicherung von Fachkräften: Gefordert werden eine bessere berufliche Ausbildung, weniger Hürden bei der Beschäftigung sowie strengere Anforderungen an erwerbsfähige Personen. Zudem betont die Kammer, ungenutzte Potenziale stärker zu erschließen, um den Mangel zu lindern.

Beim Thema Innovation plädiert die IHK für Förderprogramme, die stärker auf kleine und mittlere Unternehmen zugeschnitten sind. Sie setzt sich für eine engere Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Wirtschaft ein, um den Technologietransfer zu beschleunigen. Unterstützung für neue Ideen solle technologieoffen bleiben – ohne bestimmte Lösungen zu bevorzugen.

Energie- und Infrastrukturpolitik bilden einen weiteren Schwerpunkt. Die IHK verlangt eine stabile und bezahlbare Energieversorgung sowie einen technologieneutralen Ansatz bei Wasserstoff und CO₂-Abscheidung. Zudem pocht sie auf den Erhalt von Industriestandorten, darunter das Kraftwerk Schkopau. Im Verkehrs- und Digitalbereich fordert die Kammer langfristige Finanzierung, schnellere Genehmigungsverfahren und dringende Modernisierungen von Straßen, Brücken und Versorgungsnetzen.

Der Abbau von Bürokratie ist ein weiteres zentrales Anliegen. Die IHK drängt auf eine systematische Überprüfung von Verwaltungsaufgaben und praxisnähere, einfachere Gesetze. Unternehmen bräuchten spürbare Entlastung von Papierkram, um effizienter arbeiten zu können.

Schließlich unterstreicht die Kammer die Bedeutung der Internationalisierung. Gefordert werden aktive Unterstützung für Unternehmen bei der Erschließung neuer Märkte sowie ein Bekenntnis zu Freihandel, Diplomatie und globaler Offenheit.

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Mit ihren Vorschlägen will die IHK die wahlpolitische Agenda 2026 in Sachsen-Anhalt mitprägen. In den kommenden Monaten sollen Gespräche mit Politiker:innen und der Öffentlichkeit folgen, um die Anliegen der Wirtschaft in die politischen Pläne zu integrieren. Im Fokus bleiben dabei praktische Maßnahmen zur Stärkung der regionalen Wirtschaft.

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