IKEA setzt auf kleinere Filialen und wendet sich von Mega-Märkten ab
Sebastian FischerIKEA setzt auf kleinere Filialen und wendet sich von Mega-Märkten ab
IKEA ändert seine Filialstrategie in Deutschland. Das Unternehmen setzt künftig auf kleinere Standorte und wendet sich damit von seinen klassischen Großmöbelhäusern ab. Dieser Schritt folgt einem Rückgang der Umsätze und veränderten Einkaufsgewohnheiten der Kunden.
Der erste dieser kompakteren Läden hat bereits in Ingolstadt, Bayern, eröffnet. Jede neue Filiale wird etwa 2.950 Quadratmeter umfassen – deutlich weniger als die üblichen 35.000 Quadratmeter. Die neuen Standorte dienen vor allem als Ausstellungsräume und Beratungszentren, nicht als vollständige Lagerflächen.
Kunden finden dort rund 2.650 Artikel zum Mitnehmen sowie weitere 1.000 Produkte zur Bestellung ausgestellt. Der Großteil der Käufe wird jedoch weiterhin online getätigt, wobei der Lieferdienst einen erheblichen Anteil übernimmt. Der Online-Handel erwirtschaftet bereits fast 1,5 Milliarden Euro und macht damit ein Viertel des Gesamtumsatzes von IKEA in Deutschland aus.
Peter Jelkeby, Deutschland-Chef von IKEA, bestätigte, dass das Unternehmen bei künftigen Expansionsplänen auf dieses kleinere Format setzen wird. Zunächst sind 20 dieser Filialen weltweit geplant, weitere sollen folgen. Die neue Strategie ermöglicht es IKEA, auch Regionen zu erschließen, in denen große Märkte nicht realisierbar sind, und passt sich damit einem schwächelnden Möbelmarkt an.
Mit der Umstellung kann IKEA besser gegen Online-Händler wie Temu konkurrieren und auf sinkende Umsätze reagieren. Die kleineren Läden ergänzen den Online-Handel und bieten Kunden eine neue Möglichkeit, Produkte zu entdecken und zu bestellen. Ziel der Strategie ist es, die Marke in einem herausfordernden Marktumfeld flexibler aufzustellen.
