07 June 2026, 10:16

Industrie in NRW startet 2026 mit historischem Umsatzeinbruch in Schlüsselbranchen

IHK-Analyse        Zukunft als Industriestandort

Industrie in NRW startet 2026 mit historischem Umsatzeinbruch in Schlüsselbranchen

Industrieumsätze in Nordrhein-Westfalen zu Beginn des Jahres 2026 stark eingebrochen

Im ersten Quartal 2026 verzeichnete Nordrhein-Westfalen einen deutlichen Rückgang der Industrieumsätze. Fast alle Branchen waren von der Schwächephase betroffen, wobei einige Regionen besonders hart getroffen wurden. Vor allem im Zentralen Niederrhein blieb das Wachstum der Unternehmen deutlich hinter den Erwartungen zurück.

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In ganz Nordrhein-Westfalen sanken die Industrieumsätze zwischen Januar und März um 3,1 Prozent. Im Zentralen Niederrhein war der Einbruch mit 9,9 Prozent jedoch noch ausgeprägter. Sowohl der Inlandsmarkt als auch der Export litten unter der schwachen Nachfrage: Die heimischen Verkäufe gingen um 8,4 Prozent zurück, die Ausfuhren brachen sogar um 11,0 Prozent ein.

Besonders stark betroffen waren einzelne Schlüsselbranchen. Die chemische Industrie verzeichnete den größten Rückgang mit einem Umsatzminus von 17,0 Prozent. Der Maschinenbau erlitt ebenfalls schwere Verluste und musste ein Minus von 20,8 Prozent hinnehmen. Auch die Nahrungs- und Genussmittelbranche schrumpfte um 11,9 Prozent.

Auch der Kreis Viersen blieb von der Abwärtsspirale nicht verschont: Hier sanken die Industrieumsätze im Vergleich zum Vorjahresquartal 2025 um 5,0 Prozent. Die gedämpfte Konjunktur machte Unternehmen im gesamten Kreis zu schaffen und spiegelte die übergeordneten regionalen Herausforderungen wider.

Das erste Quartal 2026 hat sich für die Industrie im Zentralen Niederrhein und darüber hinaus als äußerst schwierig erwiesen. Fabriken, Exporteure und lokale Produzenten verzeichneten durchgehend geringere Erlöse. Die Zahlen unterstreichen eine breite wirtschaftliche Abkühlung in der Region.

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