21 April 2026, 06:16

Industrie warnt vor Wachstumsrisiken und fordert Reformen auf der Hannover Messe 2024

Plakat mit der Aufschrift "Kinderarbeit ist eine nationale Geißel - Sollen wir die Industrie das Land fesseln lassen" in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das eine vielfältige Gruppe von Menschen zeigt, die gemeinsam stehen.

Industrie warnt vor Wachstumsrisiken und fordert Reformen auf der Hannover Messe 2024

Deutsche Industrieführer fordern von der Regierung dringende Reformen auf der Hannover Messe 2024

Vertreter führender Wirtschaftszweige haben die Bundesregierung aufgefordert, auf der diesjährigen Hannover Messe weitreichende Reformen voranzutreiben. Branchenvertreter warnten, dass weitere Verzögerungen dem Wachstum nachhaltigen Schaden zufügen könnten. Die Forderungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Wirtschaftsprognosen nur leichte Verbesserungen für das Jahr 2026 vorhersagen.

Noch bis Ende 2025 hatte sich die Geschäftslage langsam erholt. Doch zu Beginn des neuen Jahres schwand der Optimismus angesichts steigender Risiken. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erwartet nun für 2026 ein bescheidenes Wachstum der Produktionsleistung im Maschinen- und Anlagenbau von nur einem Prozent.

Gunther Kegel, Präsident des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), betonte, dass die längst überfälligen Reformen endlich umgesetzt werden müssten. Sein Verband rechnet mit einem Produktionsanstieg von zwei Prozent – vorausgesetzt, die Lage im Iran stabilisiert sich bis Mitte des Jahres. Bertram Kawlath, Präsident des VDMA, argumentierte, dass oberflächliche Korrekturen nicht mehr ausreichten. Ohne tiefgreifende Veränderungen, so seine Warnung, könnten die Schäden für die Industrie dauerhaft werden.

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Der VDMA-Chef nannte konkrete Forderungen: Senkung der Unternehmenssteuern, Deckelung der Sozialabgaben, flexiblere Arbeitszeitmodelle und eine Anhebung des Renteneintrittsalters. Zudem setzen die Industrievertreter Hoffnungen in die Rüstungsausgaben. Geplante Investitionen in Milliardenhöhe könnten die umsatzbezogenen Einnahmen im Verteidigungsbereich innerhalb von drei bis fünf Jahren verdoppeln.

Die Warnungen spiegeln die Frustration über die zögerliche Wirtschaftspolitik wider. Zwar wird eine leichte Erholung prognostiziert, doch die Unternehmen betonen, dass das Wachstum maßgeblich von politischen Weichenstellungen abhängt. Ohne Reformen, so die Befürchtung, könnten selbst Rüstungsaufträge die strukturellen Schwächen der Branche nicht ausgleichen.

Quelle