Italo startet 2028 in Deutschland – Pro Bahn fordert faire Bahn-Wettbewerbsregeln
Philipp FischerItalo startet 2028 in Deutschland – Pro Bahn fordert faire Bahn-Wettbewerbsregeln
Pro Bahn begrüßt Italos Pläne für den Einstieg in den deutschen Fernverkehr ab 2028
Der italienische Bahnanbieter Italo will ab 2028 auf dem deutschen Fernverkehrsmarkt aktiv werden und strebt Verbindungen auf zentralen Strecken wie Berlin–München, München–Hamburg sowie Köln–Frankfurt–München an. Pro Bahn, der Fahrgastverband, zeigt sich erfreut über die geplante Markterweiterung.
Michael Koch, stellvertretender Bundesvorsitzender von Pro Bahn, betonte, dass der Wettbewerb allen Reisenden im Land zugutekommen müsse. Zwar unterstütze der Verband den Markteintritt von Italo, warne jedoch davor, dass sich neue Anbieter ausschließlich auf lukrative Strecken konzentrierten. Dies könnte strukturschwächere Regionen mit einem reduzierten Angebot zurücklassen.
Die Organisation fordert klare politische Rahmenbedingungen, um faire Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten. Zudem verlangt sie eine unabhängige nationale Behörde, die für die Vergabe von Strecken und Leistungen zuständig ist. Pro Bahn pocht darauf, dass bei der Zuteilung von Trassenkapazitäten der Regionalverkehr geschützt werden muss.
Darüber hinaus setzt sich der Verband für ein einheitliches Tarifsystem aller Fernverkehrsanbieter ein. Vorgeschlagen werden die Einführung von Zeitkarten sowie einer rabattierten Verbundkarte nach dem Vorbild der BahnCard.
Italo soll 2028 den Betrieb in Deutschland aufnehmen. Die Forderungen von Pro Bahn zielen darauf ab, ein ausgewogenes und fahrgastfreundliches Schienennetz zu schaffen. Die Maßnahmen sollen verhindern, dass weniger rentable Regionen vernachlässigt werden, und gleichzeitig den Wettbewerb fördern.






