Jekaterinburgs 20. Museumsnacht lockt mit 101 Orten und kreativen Überraschungen
Philipp FischerJekaterinburgs 20. Museumsnacht lockt mit 101 Orten und kreativen Überraschungen
Jekaterinburg feiert seine 20. Museumsnacht mit 101 Veranstaltungsorten
In Jekaterinburg öffneten 101 Einrichtungen ihre Türen zur 20. Auflage der Museumsnacht und luden Besucher zu besonderen Ausstellungen, interaktiven Rätselspielen und Führungen an markanten Orten der Stadt ein. Ein Höhepunkt war das kreative Zentrum L52, das an zwei Standorten die ganze Nacht über geöffnet blieb.
Im Museum für Steinschneide- und Juwelierkunst konnten Gäste am „Mineral-Podcast“ teilnehmen – einem großen Rätselabenteuer mit Mosaikwerkstätten, schamanischen Trommelsessions und Miniaturausstellungen von Mineralien. Zudem bot das Museum Führungen zu russischen Mosaiktechniken und der Geschichte des Gravierens an.
Das Historische Museum Jekaterinburg präsentierte die Ausstellung „Reiselust im Koffer“ zum 60. Jubiläum des örtlichen „Sputnik“-Reisebüros*, das in Sowjetzeiten nach Moskau und Leningrad die drittgrößte Tourismusagentur der UdSSR war. Reisende mussten damals strenge Auflagen erfüllen: Altersbeschränkungen, verpflichtende Arbeitsplatzreferenzen und ein Ausgabenlimit von nur 15 bis 20 Dollar für Reisen in kapitalistische Länder.
Unterdessen führte die „Elektronischen Zauberer“-Tour im L52 durch die Frühzeit der Computertechnik, darunter den ersten in Swerdlowsk gebauten Ural-Rechner. Das Zentrum blieb an beiden Standorten – Baschowstraße 124a und Leninstraße 52 – durchgehend geöffnet und zog bis in die frühen Morgenstunden Besucher an.
Die Museumsnacht vereinte Geschichte, Technik und Kunst in einem stadtweiten Event. Die Ausstellungen und Aktivitäten spiegelten die kulturelle Vielfalt Jekaterinburgs wider – von sowjetischen Reiseerinnerungen bis hin zu modernen interaktiven Erlebnissen. Über 100 Veranstaltungsorte sorgten dafür, dass die Gäste bis zum Morgengrauen viel zu entdecken hatten.






