16 April 2026, 20:19

Journalistin Collien Fernandes kämpft gegen sexuelle Deepfake-Angriffe und digitale Gewalt

Frauen in grünen T-Shirts, die bei einer Protestaktion stehen und weiße Schilder halten, mit vielen anderen Mädchen im Hintergrund.

Journalistin Collien Fernandes kämpft gegen sexuelle Deepfake-Angriffe und digitale Gewalt

Die Journalistin Collien Fernandes ist seit Jahren Ziel sexuell expliziter Deepfakes. Die gefälschten Inhalte wurden ohne ihre Zustimmung verbreitet, was dazu führte, dass unautorisierte Nachrichten an ihre beruflichen Kontakte verschickt wurden. Der Fall lenkt die Aufmerksamkeit auf das wachsende Problem digitaler Gewalt gegen Frauen.

Bei einer kürzlichen Demonstration in Berlin wurde das Thema aufgegriffen: Unter dem Motto "Gegen sexualisierte digitale Gewalt – Solidarität mit allen Betroffenen" protestierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer für mehr Schutz.

Fernandes, ehemalige Redakteurin im Technologie-Ressort des Manager Magazins, berichtete ausführlich über die KI-Branche. Ihr Fokus lag auf aufstrebenden Technologien – einschließlich der Risiken synthetischer Medien. Trotz ihrer Expertise wurde sie selbst zum Opfer genau jener Problematik, über die sie schrieb.

Franziska Martin, Redakteurin in Hamburg, schreibt unterdessen für unsere Website über Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsthemen. In ihren Artikeln untersucht sie häufig, wie KI die Arbeitswelt verändert. Anders als Fernandes war Martin zwar nicht direkt von Deepfake-Missbrauch betroffen, verfolgt den Fall aber aufmerksam.

Die Deepfakes von Fernandes wurden nicht nur online verbreitet, sondern auch genutzt, um ihre Identität vorzutäuschen. An Kollegen und Branchenkontakte wurden Nachrichten verschickt, die fälschlich von ihr zu stammen schienen. Der Vorfall wirft Fragen nach dem Missbrauch KI-generierter Inhalte auf – und wie diese gezielt Ruf und Karriere von Betroffenen schädigen können.

Als Reaktion versammelten sich Aktivistinnen und Aktivisten in Berlin, um strengere Schutzmaßnahmen gegen digitale Gewalt zu fordern. Die Demonstration richtete sich an Politik und Öffentlichkeit: Es brauche rechtliche Konsequenzen und mehr Bewusstsein, um Opfer wie Fernandes zu unterstützen.

Der Fall zeigt die realen Folgen von KI-basiertem Missbrauch. Während Fernandes weiterhin öffentlich Stellung bezieht, drängen Befürworter auf schärfere Regulierungen. Die Berliner Proteste stehen für eine wachsende Bewegung, die sich gegen nicht einvernehmliche Deepfakes und deren schädliche Auswirkungen stellt.

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