Joyn nimmt Jerks. nach Misshandlungsvorwürfen gegen Christian Ulmen vom Programm
Sebastian Fischer"jerks." nicht mehr auf Joyn verfügbar - Joyn nimmt Jerks. nach Misshandlungsvorwürfen gegen Christian Ulmen vom Programm
Der Streamingdienst Joyn hat die beliebte Comedyserie Jerks. von seiner Plattform genommen. Dieser Schritt folgt auf schwere Vorwürfe der Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann und Serienkollegen Christian Ulmen. Die einst mehrfach ausgezeichnete Show steht nun im Zentrum eines wachsenden Skandals.
In Jerks. spielten Christian Ulmen und Collien Fernandes ein geschiedenes Paar, neben Fahri Yardım in weiteren zentralen Rollen. Die Serie gewann seit ihrem Start drei Deutsche Comedy-Preise, einen Deutschen Fernsehpreis sowie eine Romy. Doch ihre Zukunft ist nun ungewiss, nachdem Fernandes in einem Spiegel-Bericht mit ihren Anschuldigungen an die Öffentlichkeit ging.
Fernandes brach ihr Schweigen erstmals im November 2024 und schilderte Misshandlungsvorwürfe, die später zu einem Geständnis Ulmens an Weihnachten desselben Jahres führten. Bis März 2026 waren in Spanien bereits Anklagen erhoben worden. Die öffentliche Reaktion war verheerend: Deutsche Medien und soziale Netzwerke reagierten mit Empörung. Ein Instagram-Post Fernandes' zu den Vorwürfen erhielt über 350.000 Likes und 20.000 Kommentare, während Kommentatoren den Skandal mit dem berüchtigten "Pelicot-Moment" verglichen und von einem "Fall aus zwischenmenschlicher Hölle" sprachen – mit Deepfake-Missbrauch und Gewalt.
Ein Sprecher des Senders ProSieben, Christoph Körfer, bestätigte die Entfernung von Jerks. bei Joyn und nannte die "aktuelle Situation" als Grund. Unterdessen erfährt Fernandes auf Social Media massive Solidarität von Prominentenkollegen.
Die Absetzung von Jerks. markiert eine entscheidende Wende in den Folgen von Fernandes' Enthüllungen. Ulmen, einst als einer der führenden Komiker und Produzenten gefeiert, sieht sich nun mit juristischen Verfahren und einem ruinierten Ruf konfrontiert. Die einst gefeierte Serie ist zu einem weiteren Opfer des Skandals geworden.






