Judith Chalmers – Reiseikone und TV-Legende stirbt mit 90 Jahren
Die beliebte Moderatorin Judith Chalmers ist im Alter von 90 Jahren verstorben. Sie starb am Donnerstag, dem 21. Mai, friedlich zu Hause im Kreis ihrer Familie. Chalmers wurde vor allem als Gesichts der langjährigen Reisesehsendung Wären Sie gern hier…? bekannt, die Millionen Briten Ferienziele im Ausland näherbrachte.
Ihre Karriere umfasste mehr als sechs Jahrzehnte und begann im Radio, bevor sie zu einer vertrauten Fernsehpersönlichkeit wurde. In ihren späteren Jahren lebte sie mit Alzheimer, doch ihre Wärme und ihr Vermächtnis in der Medienwelt blieben bis zuletzt ungebrochen. Schon mit 13 Jahren stand Chalmers erstmals im Rampenlicht, als sie in der BBC-Sendung Northern Children’s Hour auftrat. In den 1960er-Jahren wurde sie zu einem bekannten Namen, moderierte beliebte BBC-Radiosendungen wie Familien-Lieblinge und Frauenstunde. Ihre Fernsehkarriere nahm Fahrt auf, als sie von 1961 bis 1965 Tanz mit mir präsentierte, gefolgt von regelmäßigen Auftritten in der ITV-Sendung Guten Tag in den 1970er-Jahren.
1974 begann sie mit der Moderation von Wären Sie gern hier…?, der Sendung, die ihren Ruf als Großbritanniens vertrauenswürdigste Reiseführerin festigte. Fast 30 Jahre lang begeisterte sie die Zuschauer mit sonnigen Reisezielen, insbesondere Spanien, und machte Auslandsurlaube für eine ganze Generation zugänglich. Für ihre Verdienste im Rundfunk wurde sie 1994 mit dem Order of the British Empire (OBE) ausgezeichnet.
Privat heiratete Chalmers 1964 den Journalisten Neil Durden-Smith. Das Paar hatte zwei Kinder, darunter den heutigen TV-Moderator Mark Durden-Smith. Selbst im höheren Alter kehrte sie gelegentlich auf den Bildschirm zurück, etwa in Sendungen wie Promi-Antik-Tour oder Promi-Geschmack Italiens.
Judith Chalmers hinterlässt ein Erbe aus Wärme, Abenteuerlust und bahnbrechendem Journalismus. Ihre Arbeit prägte die Reisekultur der Briten, während ihre Radio- und Fernsehsendungen Millionen Menschen Freude bereiteten. Sie wird in Erinnerung bleiben als eine Pionierin, die die Welt ein Stück kleiner – und viel strahlender – erscheinen ließ.






