Katharina Wagner bittet Michel Friedman um Vergebung für abgesagten Festspiel-Vortrag
Tobias NeumannKatharina Wagner bittet Michel Friedman um Vergebung für abgesagten Festspiel-Vortrag
Katharina Wagner, die Urenkelin des Komponisten Richard Wagner, hat sich beim Journalisten Michel Friedman entschuldigt. Die Entschuldigung folgt auf ihre Entscheidung, seine geplante Rede bei einem Gedenkkonzert zum 150. Jubiläum der Bayreuther Festspiele abzusagen.
Die Veranstaltung sollte sich ursprünglich mit Richard Wagners Antisemitismus und den historischen Verbindungen der Familie zum NS-Regime auseinandersetzen. Im Juni sagten die Veranstalter das Konzert unter Verweis auf Sicherheitsbedenken ab. Friedman kritisierte den Schritt öffentlich als „falsches Signal“.
Laut der Süddeutschen Zeitung räumte Katharina Wagner Fehleinschätzungen in ihrer Handhabung der Situation ein. Sie kündigte an, das Konzert nachzuholen und die Einnahmen vollständig in Stipendien für junge israelische Musiker fließen zu lassen. Friedman nahm ihre Entschuldigung an und bestätigte seine Bereitschaft, den Vortrag in Bayreuth zu halten.
Der Titel des Konzerts könnte noch angepasst werden. Die musikalische Leitung bleibt jedoch ungewiss, da der ursprünglich vorgesehene Dirigent aus Termingründen nicht verfügbar ist. Das Gedenkkonzert wird nun mit Friedmans Beteiligung stattfinden, die Erlöse kommen israelischen Musikstudierenden zugute. Die Organisatoren arbeiten weiterhin an der Klärung ausstehender logistischer Details.






