16 March 2026, 16:21

Katholische Kirche in Niedersachsen verliert 2025 tausende Mitglieder durch Austritte

Ein Buch mit Bildern und Texten zur Geschichte der Katholischen Kirche, darunter Bilder von ihren Räumen, Fluren und erhaltenen Artefakten.

Katholische Kirche verliert weiter Mitglieder - Katholische Kirche in Niedersachsen verliert 2025 tausende Mitglieder durch Austritte

Die Zahl der Mitglieder der katholischen Kirche in Deutschland ist 2025 erneut stark gesunken. Neue Zahlen zeigen deutliche Rückgänge in ganz Niedersachsen, wo Tausende offiziell ausgetreten sind. Dieser Trend spiegelt einen breiteren Mitgliederschwund wider: von 28 Millionen Gläubigen im Jahr 1990 auf etwa 18 Millionen im Jahr 2024.

Im Bistum Osnabrück sank die Zahl der Mitglieder von 497.031 auf 486.439 im vergangenen Jahr. Insgesamt 6.702 Menschen traten offiziell aus der Kirche aus. Das Bistum betonte jedoch, trotz der schrumpfenden Strukturen weiterhin im Austausch mit den Gemeinden bleiben zu wollen.

Auch das Bistum Hildesheim verzeichnete einen Rückgang – von 508.073 auf 493.186 Mitglieder. Hier wurden 2025 insgesamt 8.843 Austritte registriert.

Im Regierungsbezirk Oldenburg verringerte sich die Zahl der Katholiken von 235.388 auf 230.623. Weitere 3.157 Personen traten offiziell aus der Kirche aus. In Bremen wurden 2025 noch 55.809 Katholiken gezählt.

In ganz Niedersachsen bekannten sich im vergangenen Jahr noch rund 1,16 Millionen Menschen zum katholischen Glauben. Der langfristige Rückgang seit 1990 ist vor allem auf Säkularisierung, Unzufriedenheit mit der Haltung der Kirche zu Sexualität sowie anhaltende Missbrauchsskandale zurückzuführen. Zudem werden immer weniger Kinder im Glauben erzogen, was den Mitgliederschwund beschleunigt.

Die aktuellen Zahlen bestätigen einen langfristigen Trend sinkender Kirchenbindung. Durch formelle Austritte und weniger Neumitglieder hat sich die Zahl der Gläubigen seit 1990 um ein Drittel verringert. Die örtlichen Bistümer stehen nun vor der Herausforderung, die Verbindung zu einer deutlich kleiner gewordenen Gemeinde aufrechtzuerhalten.

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