KI-Revolution in Fabriken: Wie die "Agentic Factory" Abfall und Stillstände bekämpft
Tobias NeumannKI-Revolution in Fabriken: Wie die "Agentic Factory" Abfall und Stillstände bekämpft
Ein neues KI-gestütztes Fabriksystem wird von Accenture, Avanade und Microsoft entwickelt. Unter dem Namen "Agentic Factory" soll es Abfall und Stillstandszeiten reduzieren, indem es Produktionsdaten in Echtzeit analysiert. Erste Tests laufen bereits mit Herstellern wie Kruger und Nissha Metallizing Solutions.
Die "Agentic Factory" vereint strukturierte und unstrukturierte Daten mithilfe von Microsoft Fabric und Foundry. Sie untersucht Maschinenverhalten, historische Leistungsdaten und aktuelle Betriebsdetails, um Probleme zu identifizieren und Lösungsvorschläge zu unterbreiten. Bedienpersonal erhält über chatähnliche Schnittstellen Schritt-für-Schritt-Anleitungen für Diagnosen und Reparaturen.
Kruger Inc. und Nissha Metallizing Solutions gehören zu den ersten Unternehmen, die das System testen. Kruger strebt eine Verkürzung der Reparaturzeiten um 10–15 Prozent an – was jährlich Millionen einsparen könnte. Nissha wiederum will durch die Reduzierung von Ausschuss und unerwarteten Produktionsstopps die Konkurrenz überflügeln.
Aktuell befindet sich das Tool noch in der Validierungsphase; Kruger und Nissha überwachen seine Auswirkungen auf den täglichen Betrieb. Die offizielle Markteinführung ist für Ende 2026 geplant.
Falls erfolgreich, könnte die "Agentic Factory" die Wartung und Effizienzsteuerung in Fabriken revolutionieren. Frühnutzer wie Kruger und Nissha werden vor dem flächendeckenden Einsatz die Auswirkungen auf Kosten und Produktivität bewerten. Die Fähigkeit des Systems, Rohdaten in handlungsrelevante Empfehlungen umzuwandeln, könnte einen neuen Maßstab für die intelligente Fertigung setzen.






