02 May 2026, 12:19

Kinder mit Förderbedarf erobern die Bühne mit kreativem Musiktheaterprojekt

Gruppe von Kindern, die auf einer Bühne Musikinstrumente spielen, mit einer Frau, die ein Mikrofon hält, umgeben von Mikrofonstativen, einem Banner im Hintergrund und Pflanzen auf der rechten Seite.

Kinder mit Förderbedarf erobern die Bühne mit kreativem Musiktheaterprojekt

Ein einzigartiges Musiktheaterprojekt bringt 32 Kinder aus ländlichen Förderschulen zusammen

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Unter dem Titel „Könige und Königinnen – Ein musikalischer Staatsstreich“ vereint die Produktion 32 Kinder mit besonderem Förderbedarf aus ländlichen Schulen zu einem Abend voller Kreativität, der zeitgenössische Musik, Komödie und düstere Fantasie verbindet. Die Idee stammt vom Ensemble Quillo, einer Gruppe, die seit über zwei Jahrzehnten moderne Musik in ländliche Regionen trägt.

Das Projekt nahm seinen Anfang in Falkenhagen, wo Musiker des Ensembles zeitgenössische Musik interaktiver gestalten wollten. Daraus entstand „Musiktheater 360°“, eine Kooperation mit der Musikakademie Rheinsberg. Während einer intensiven Probenwoche im Schloss Rheinsberg entwickelten die Kinder eine Aufführung, die höfische Klänge mit Geräuschen aus ihrem eigenen Alltag vermischt.

Eine Szene taucht in Dunkelheit ein und zeigt eine traumhafte Sequenz, in der ein entenartiges Wesen ein Mädchen jagt und verschlingt. Plötzlich wechselt die Stimmung ins Komödiantische: Ein Nachrichtensprecher namens Ente Kross fordert die Zuschauer auf, eine Nummer mit den Endziffern 6 und 7 anzurufen. Unterdessen performen Mädchen zwischen 11 und 16 Jahren mit selbst bemalten „Regenmachern“ – bunten Stäben, gefüllt mit Kieselsteinen, die das Rauschen von Regen imitieren.

Der professionelle Musiker Andreas Völk komponierte für die Show eine triumphale Ouvertüre und Zwischenspiele. Das Projekt gab auch den Lehrkräften neue Einblicke in ihre Schüler – besonders in jene mit Förderbedarf. Sie erkannten, dass diese nicht „falsch“ sind, sondern Regeln mitgestalten und Ideen einbringen können. Zwei Teilnehmerinnen, Fieby und Helene von der Clara-Zetkin-Schule, machten trotz einer anstehenden Deutschprüfung mit und teilten ihre Visionen, wie sie ihre Stadt regieren würden, wenn sie die Chance hätten.

Die finale Aufführung zeigte nicht nur die Kreativität der Kinder, sondern auch die Kraft partizipativen Musiktheaters. Ensemble Quillo machte zeitgenössische Musik nicht nur zugänglicher, sondern gab den Schülern eine Bühne, um sich auszudrücken. Der Erfolg des Projekts unterstreicht, wie inklusive Kunstprogramme das Bild von jungen Menschen mit besonderem Förderbedarf verändern können.

Quelle