Leipzig schaltet Deutschlands größtes Solarwärmekraftwerk frei – ein Meilenstein für die Wärmewende
Philipp FischerLeipzig schaltet Deutschlands größtes Solarwärmekraftwerk frei – ein Meilenstein für die Wärmewende
In Leipzig geht Deutschlands größtes Solarwärmekraftwerk ans Netz
Dirk Panter, Wirtschaftsminister Sachsens, hat offiziell 13.200 Solarkollektoren in Leipzig an das Wärmenetz angeschlossen. Die Anlage markiert einen wichtigen Schritt der Stadt auf dem Weg zur Reduzierung der CO₂-Emissionen im Wärmebereich.
Das neue Kraftwerk Solarthermie-Feld West erstreckt sich über 14 Hektar und erreicht eine Spitzenleistung von 41 Megawatt. Es nutzt Vakuumröhrenkollektoren des Marktführers Ritter sowie moderne Wärmesteuerungstechnologien.
Im Sommer soll die Anlage etwa ein Fünftel des Leipziger Wärmebedarfs decken. Im Winter, wenn die Sonneneinstrahlung geringer ist, wird sie immerhin noch wenige Prozent des Bedarfs abdecken. Das Projekt ist Teil der umfassenden Wärmekrise-Strategie Leipzigs, zu der auch ein „Power-to-Heat“-System und die Nutzung von Abwärme aus dem Chemiestandort Leuna gehören.
Solarthermie gilt als besonders effizient – je nach Anlagentyp können Wirkungsgrade von bis zu 75 Prozent erreicht werden. Zudem lässt sich pro Hektar etwa die dreifache Energiemenge im Vergleich zu Photovoltaik gewinnen. Dennoch ist die neu installierte solarthermische Leistung in Deutschland in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen: von knapp 500 Megawatt im Jahr 2022 auf 263 Megawatt 2023 und nur noch 154 Megawatt in diesem Jahr.
Die Leipziger Anlage spielt eine zentrale Rolle für die klimapolitischen Ziele der Stadt. Die Wärmeversorgung zählt in Deutschland nach wie vor zu den größten CO₂-Verursachern. Das Projekt zeigt, welchen Beitrag Solarthermie zu einer klimafreundlicheren urbanen Wärmeversorgung leisten kann.






