04 April 2026, 16:17

Lissabons genialer Aprilscherz: Falsche Touristenregeln für Aussichtspunkte

Blick auf Lissabon von einem Hügel aus, der Gebäude mit Fenstern, Bäume, eine Statue auf einem Sockel und einige Menschen auf der Straße zeigt, mit dem Himmel im Hintergrund.

Lissabons genialer Aprilscherz: Falsche Touristenregeln für Aussichtspunkte

Am 1. April 2023 wurden neue Regeln für Lissabons berühmteste Aussichtspunkte angekündigt. Das Konzept umfasste Zeitlimits, Drehkreuze und Bußgelder für Touristen, die sich zu lange aufhielten. Die Behörden behaupteten, die Maßnahmen sollten das "Sonnenuntergangs-Camping" eindämmen und den Zugang für Einheimische verbessern.

Das Pilotprojekt sollte am 1. April starten, mit Glaskabinen und intelligenter Technik an vier zentralen Standorten: Graça, Senhora do Monte, Santa Catarina (Adamastor) und São Pedro de Alcântara. Besucher hätten pro Aussichtspunkt nur fünf Minuten Zeit, kontrolliert durch Ampelsignale. Wer die Regeln ignorierte, dem drohten gesperrte Drehkreuze und ein Bußgeld von 15 Euro – scherzhaft TOEEC genannt (Steuer auf übermäßige Inanspruchnahme von Panoramaraum).

Einheimische mit Steuerregistrierung in den historischen Gemeinden sollten eine "grüne Spur" erhalten, die es ihnen ermöglichte, Warteschlangen zu umgehen und ihren Aufenthalt auf 20 Minuten zu verlängern. Die eingenommenen Bußgelder sollten die tägliche Reinigung der technisch ausgestatteten Aussichtspunkte finanzieren.

Weniger überlaufene Orte hätten alternative Maßnahmen erhalten, wie zusätzliche Beleuchtung, Kameras und Informationsschilder. Die Installation der Drehkreuze war für Mai geplant, mit strenger Durchsetzung während der sommerlichen Touristensaison.

Doch die Ankündigung entpuppte sich als ausgeklügelter Scherz. Die Geschichte wurde von Lisboa Secreta als Aprilscherz veröffentlicht und täuschte sowohl Anwohner als auch Medien.

Der gefälschte Vorschlag löste Debatten über das Tourismusmanagement in Lissabon aus. Zwar gab es die Regeln nie, doch der Streich lenkte die Aufmerksamkeit auf echte Frustrationen über überfüllte Aussichtspunkte. Tatsächlich wurden weder Zugangsbeschränkungen noch Bußgelder eingeführt.

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