23 April 2026, 10:20

Mainz muss Haushalt 2026 radikal kürzen – Landesbehörde erteilt harte Auflagen

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Mainz muss Haushalt 2026 radikal kürzen – Landesbehörde erteilt harte Auflagen

Mainzer Stadtrat verabschiedet Haushalt 2026 – doch die Landesaufsicht setzt harte Grenzen

Im Januar billigte der Mainzer Stadtrat den Haushaltsplan für 2026, doch das Vorhaben stieß bei der Aufsichtsbehörde des Landes auf massive Bedenken. Die zuständige Struktur- und Genehmigungsdirektion (ADD) gab ihre Zustimmung erst nach Einschaltung des rheinland-pfälzischen Innenministeriums – und auch dann nur unter strengen Auflagen für Ausgaben und Kreditaufnahmen.

Ursprünglich wies der Haushalt ein Defizit von 176,5 Millionen Euro für 2026 aus. Die Stadt hatte beantragt, zur Deckung der Kosten Kredite in Höhe von 223 Millionen Euro aufzunehmen, doch die ADD lehnte dies als unzulässige Überplanung ab. Stattdessen kürzte sie die Investitionskredite auf lediglich 50 Millionen Euro und gestattete weitere 25 Millionen nur unter direkter Aufsicht. Damit verblieben Mainz gerade einmal 75 Millionen Euro für neue Projekte – weit weniger, als die Verwaltung gehofft hatte.

Zudem äußerte die ADD erhebliche Bedenken zur langfristigen Finanzlage der Stadt. Die Kreditaufnahme Mainzs bezeichnete sie als "kaum noch vertretbar" und warnte vor "außergewöhnlich hohen jährlichen Defiziten" mindestens bis 2029. Für dieses Jahr droht ein Fehlbetrag von bis zu 221,7 Millionen Euro. Allein im Bereich der Sozialleistungen könnte die Finanzierungslücke bis 2029 auf 227 bis 307 Millionen Euro anwachsen.

Kritik übt die ADD vor allem an der mangelnden Konsequenz der Stadt bei der Kostensenkung. Zwar hatte die Verwaltung jährliche Einsparungen von 20 Millionen Euro angestrebt, dieses Ziel aber verfehlt. Die größten Belastungen gehen von den Ausgaben für Sozialhilfe, Kinder- und Jugenddienste sowie Vorauszahlungen für Unterhaltsleistungen aus. Ohne drastischere Kürzungen zweifelt die Behörde an, ob Mainz seine finanzielle Zukunft sichern kann.

Der nun genehmigte Haushalt zwingt die Stadt zu einem strengen Sparkurs. Investitionsvorhaben wurden zurückgestuft, und weitere Kreditaufnahmen bleiben unter scharfer Beobachtung. Sollten die Ausgaben nicht weiter sinken, wird Mainz auch in den kommenden Jahren mit hohen Defiziten kämpfen.

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