Mann filmt heimlich Frauen in Bahnhofstoilette – Bundespolizei ermittelt wegen Persönlichkeitsverletzung
Philipp FischerFrauen heimlich in Toilette fotografiert - Festnahme - Mann filmt heimlich Frauen in Bahnhofstoilette – Bundespolizei ermittelt wegen Persönlichkeitsverletzung
Ein 36-jähriger Mann wird von der deutschen Bundespolizei ermittelt, nachdem er angeblich im Toilettenbereich des Bahnhofs Braunschweig heimlich Fotos von zwei Frauen gemacht haben soll. Der Vorfall ereignete sich am Braunschweiger Hauptbahnhof, wo Beamte später sein Handy sowie eine verbotene Waffe beschlagnahmten.
Der Verdächtige wurde überführt, nachdem eine der Geschädigten, eine 18-jährige Frau, bemerkt hatte, dass er sie im Sanitärbereich filmte. Sie alarmierte umgehend die Behörden, die den Mann zur Befragung festnahmen. Berichten zufolge wurde auch eine 47-jährige Frau ohne ihr Einverständnis fotografiert.
Bei einer Durchsuchung fand sich in seinem Besitz ein ausziehbarer Schlagstock, was zu weiteren ordnungsrechtlichen Maßnahmen führte. Die Polizei beschlagnahmte sein Mobiltelefon im Rahmen der strafrechtlichen Ermittlungen wegen Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes und des Bildes. Der Mann wurde später aus der Haft entlassen, während das Verfahren weiterläuft.
In den vergangenen zwei Jahren haben deutsche Behörden etwa 15 ähnliche Vorfälle an Bahnhöfen in Großstädten wie Berlin, München und Hamburg dokumentiert. Die meisten Fälle führten zu Festnahmen durch die Bundespolizei wegen unerlaubter Bildaufnahmen in öffentlichen Toiletten.
Die Ermittlungen dauern an, dem Beschuldigten drohen Anklagen wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts. Das beschlagnahmte Handy und der Schlagstock werden als Beweismittel ausgewertet. Die Behörden beobachten solche Vorfälle weiterhin bundesweit an Verkehrs-knotenpunkten.