Mieterbund fordert Reform: Modernisierungskosten sollen einkommensabhängig werden
Philipp FischerMieterbund fordert Reform: Modernisierungskosten sollen einkommensabhängig werden
Der Präsident des deutschen Mieterbunds, Axel Gedaschko, hat dringende Reformen bei der Umlage von Modernisierungskosten auf Mieter gefordert. Er kritisiert, dass das aktuelle System einkommensschwache Haushalte – etwa alleinerziehende Mütter, die als Krankenschwestern arbeiten – unzumutbar belastet. Stattdessen solle das Einkommen darüber entscheiden, wie viel jeder Mieter für Aufwertungen wie energieeffiziente Heizsysteme zahlt.
Bisher dürfen Vermieter die Modernisierungskosten gleichmäßig auf alle Mieter umlegen. Gedaschko verwies auf einen Fall, in dem eine Krankenschwester mit einer Kaltmiete von 4,50 Euro dieselben Zusatzkosten tragen muss wie ein Doppelverdiener-Paar. Dies bezeichnete er als ungerecht und forderte eine sozial gerechtere Lösung.
Sein Vorschlag sieht ein gestaffeltes Modell vor, bei dem Besserverdiener einen höheren Anteil an den Sanierungskosten tragen als Geringverdiener. Im Mittelpunkt der Debatte stehen klimafreundliche Modernisierungen wie neue Heizungsanlagen. Gedaschko rief die regierende Koalition aus CDU/CSU und SPD auf, schnell zu handeln.
Ziel des Mieterbunds ist es, die finanzielle Belastung für einkommensschwache Mieter bei Gebäudesanierungen zu verringern. Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, würden sich die Modernisierungskosten künftig an der Leistungsfähigkeit der Mieter orientieren. Die Bundesregierung hat sich bisher noch nicht zu dem Vorstoß geäußert.






