11 April 2026, 08:19

Nachzählung in Wiesbaden kippt Stadtrats-Sitze und deckt Wahlpannen auf

Liniendiagramm, das die Anzahl der im Jahr 2012 gewählten Räte zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Nachzählung in Wiesbaden kippt Stadtrats-Sitze und deckt Wahlpannen auf

Nachzählung ändert Machtverhältnisse im Wiesbadener Stadtrat

Eine Neuauszählung der Kommunalwahl in Wiesbaden hat die Zusammensetzung des Stadtrats verändert. Durch die Korrekturen verliert eine Kandidatin ihren Sitz, während eine andere erstmals einzieht. Zudem deckten Beamte Unregelmäßigkeiten in einem Briefwahlbezirk auf, was Forderungen nach einer Wiederholungswahl in diesem Bereich auslöste.

Die Nachzählung wurde notwendig, nachdem Wahlhelfer fälschlicherweise zahlreiche Stimmzettel für ungültig erklärt hatten. Der Fehler beruhte auf einer Fehlinterpretation der Wahlvorschriften. In der Folge verschob sich die Sitzverteilung im Rat.

Martin Woitschell, Kandidat der CDU, wird nun doch nicht in den Stadtrat einziehen. Stattdessen sichert sich Lukas Haker von der Partei Die Partei einen Sitz. Die CDU verliert damit einen Vertreter und kommt nun auf 21 statt zuvor 22 Mandate.

Die aktualisierte Sitzverteilung lautet wie folgt: CDU 21, SPD 18, Grüne 12, AfD 10, FDP 4, Linke 6, Volt 4, Pro Auto 1, Die Partei 1, Partei für Gerechtigkeit 1, BSW 1, FWG 1, PdF 1 und Freie Wähler 1. Die BLW ist nicht mehr vertreten.

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Ein separates Problem bleibt im Stadtteil Nordost ungelöst. Wegen anhaltender Unregelmäßigkeiten in einem Briefwahlbezirk schlagen die Verantwortlichen eine Wiederholungswahl vor.

Die Neuauszählung verschiebt die Machtbalance im Wiesbadener Stadtrat. Die regierende Koalition könnte nun ihre Mehrheit behalten – abhängig von den endgültigen Anpassungen. Sollte die geplante Wiederholungswahl in Nordost genehmigt werden, könnte sich das Ergebnis weiter ändern.

Quelle