Netflix und Prinz Harry: Warum die Millionendeals mit Meghan jetzt bröckeln
Sebastian FischerAccusations und schwindendes Vertrauen? - Netflix und Prinz Harry: Warum die Millionendeals mit Meghan jetzt bröckeln
Die Zusammenarbeit zwischen Prinz Harry, Herzogin Meghan und Netflix steht nach fünfeinhalb Jahren auf unsicherem Grund. Berichten zufolge hat die Kooperation Schwierigkeiten, über Dokumentationen hinauszukommen – bis Anfang 2026 wurde kein einziges fiktionales Projekt abgeschlossen. Brancheninsider zufolge ist das Interesse, mit der Produktionsfirma des Paares, Archewell, zusammenzuarbeiten, deutlich gesunken.
Netflix und Archewell Productions unterzeichneten 2020 einen vielbeachteten Vertrag, doch die Ergebnisse blieben überschaubar. Zwar erreichten Dokumentationen wie Harry & Meghan oder 100 Jahre leben: Die Geheimnisse der Blue Zones das Publikum, doch Spielfilme oder Serien blieben aus. Zwei Projekte – Triff mich am See (Meet Me at the Lake) und Das Hochzeitsdate (The Wedding Date) – stecken weiterhin in der Entwicklung fest, ohne sichtbare Fortschritte.
Der Exklusivvertrag der Sussexes mit Netflix läuft im August 2025 aus und wird in eine weniger bindende "First-Look"-Vereinbarung umgewandelt. Diese Anpassung spiegelt die wachsende Unzufriedenheit beim Streaming-Riesen wider, wo Insider angeblich die Arbeitsweise des Paares in Meetings kritisiert haben. Netflix-Chef Ted Sarandos soll scherzhaft gesagt haben, er nehme Anrufe von Meghan nur noch entgegen, wenn ein Anwalt anwesend sei.
Ein großer Teil der Zusammenarbeit konzentrierte sich auf Meghans Lifestyle-Marke As Ever und die dazugehörige Serie Mit Liebe, Meghan (With Love, Meghan). Doch das Vorhaben kämpft kommerziell – Netflix sitzt auf unsoldierten As Ever-Produkten im Wert von rund 10 Millionen Dollar. Branchenquellen zufolge hat das Unternehmen zudem das öffentliche Interesse an der royalen Vergangenheit der Sussexes weitgehend ausgeschöpft.
Hinter den Kulissen gab es Spannungen wegen Meghans Auftreten in Meetings, darunter Vorwürfe, sie unterbreche Harry oder formuliere seine Ideen um. Ihre Anwältin wies diese Behauptungen als misogyn zurück. Gleichzeitig zeigen sich Filmemacher und Agenten zunehmend zurückhaltend, mit Archewell Productions zusammenzuarbeiten – was die Zukunft der Firma weiter erschwert.
Die Umstellung auf ein "First-Look"-Abkommen deutet auf eine Reduzierung des Netflix-Engagements hin. Ohne fiktionale Inhalte und mit begrenztem Erfolg bei Lifestyle-Projekten bleibt ungewiss, wie es mit der Partnerschaft weitergeht. Das Paar steht nun vor der Herausforderung, das Brancheninteresse an seiner Produktionsfirma neu zu beleben.






