Neue OB-Kandidatin in Gifhorn: Schulsozialarbeiterin fordert radikale Stadtpolitik-Reformen
Tobias NeumannNeue OB-Kandidatin in Gifhorn: Schulsozialarbeiterin fordert radikale Stadtpolitik-Reformen
Gifhorns Oberbürgermeister-Wahl hat eine neue Kandidatin
Jacqueline Kleinhans, eine Schulsozialarbeiterin mit zehn Jahren Berufserfahrung, tritt für die Bürgerinitiative „Zukunft-Vertrauen-Zusammenhalt“ an. Die Gruppe verspricht einen frischen Ansatz in der Kommunalpolitik – mit Fokus auf Transparenz und pragmatische Lösungen statt Parteipolitik.
Kleinhans übt scharfe Kritik an der Sanierung des Mühlenmuseums. Das Projekt sei völlig aus dem Ruder gelaufen, verschlinge Gelder, die dringend in Schulen fließen müssten, so ihre Argumentation. Stattdessen fordert sie eine vollständige Überprüfung der Pläne – inklusive der Option, das Gebäude abzureißen und das Gelände neu zu nutzen.
Ein weiterer Schwerpunkt ihres Wahlprogramms sind ungenutzte städtische Immobilien. So schlägt sie vor, den Ratsweinkeller in ein Standesamt umzuwandeln, um bestehende Räume sinnvoller zu nutzen. Doch Kleinhans’ Agenda geht über Gebäude hinaus: Sie umfasst öffentliche Sicherheit, Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung und die Straffung der Verwaltung.
Die Initiative wirbt für mehr Bürgerbeteiligung und lädt alle ein, sich einzubringen – sei es durch Mitdiskutieren oder als Kandidat:innen. Die ausgebildete Pädagogin betont, ihre Bewegung richte sich an alle, die von der klassischen Politik enttäuscht sind.
„Zukunft-Vertrauen-Zusammenhalt“ präsentiert sich als Alternative zu den etablierten Parteien. Im Mittelpunkt stehen klare Prioritäten: sparsamer Umgang mit Steuergeldern, Bürgerbeteiligung und nachhaltige Planung. Der Name der Gruppe spiegelt ihre Ziele wider – Vertrauen stärken, Zusammenhalt fördern und Gifhorns Zukunft sichern.
Kleinhans’ Kandidatur setzt auf Schulen, Haushalt und brachliegende städtische Flächen. Die Bürgerinitiative bietet eine Alternative zu den traditionellen Parteien und wirbt für eine sachorientierte, partizipative Politik. Nun wird sich zeigen, ob ihr Aufruf zu neuen Ideen und mehr Mitgestaltung bei der Wahl auf Zustimmung stößt.






