13 June 2026, 04:18

NGG warnt Gastronomie vor WM-Ausbeutung und fordert faire Löhne

Zur Fussball-Weltmeisterschaft fordert Gewerkschaft "Fair Play"

NGG warnt Gastronomie vor WM-Ausbeutung und fordert faire Löhne

NGG Krefeld-Neuss warnt Gastronomie vor WM-Ausbeutung

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Krefeld-Neuss hat vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft eine klare Warnung an Restaurant- und Barbesitzer im Rhein-Kreis Neuss gerichtet. Sie fordert faire Arbeitsbedingungen für Beschäftigte in der Gastronomie – darunter eine Lohnerhöhung von sechs Prozent sowie angemessene Bezahlung für Mehrarbeit während des Turniers.

Konkret verlangt die NGG eine sechsprozentige Gehaltserhöhung für alle Köchinnen und Köche, Servicekräfte und Mitarbeiter in der Gastronomie der Region. Für eine vollzeitbeschäftigte Fachkraft in Küche oder Service würde das mindestens 164 Euro mehr im Monat bedeuten. Noch in diesem Monat sollen die Verhandlungen mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) über diese Forderungen beginnen.

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Gleichzeitig warnt die Gewerkschaft Arbeitgeber davor, ihre Teams während der WM mit unbezahlten Überstunden zu überlasten. Jede zusätzliche Arbeitsstunde müsse vergütet werden, betont die NGG. Um extreme Belastungen zu vermeiden, rät sie Betrieben, für die Stoßzeiten während der Spiele zusätzliches Personal einzustellen. Dabei müssten auch die Bedürfnisse von Beschäftigten mit Betreuungspflichten oder familiären Verpflichtungen berücksichtigt werden.

Die Tarifverhandlungen für die Gastronomie in Nordrhein-Westfalen sollen in der Woche nach dem WM-Auftaktmatch starten. Die NGG macht deutlich: Wer seine Mitarbeiter während des Turniers ausbeute, riskiere ein „Eigentor“. Zu den zentralen Forderungen zählen höhere Löhne, faire Arbeitszeiten und die Einstellung von Auffangpersonal für den WM-Andrang. Ob sich die Branche bewegt, wird sich in den anstehenden Gesprächen mit dem DEHOGA zeigen.

Quelle