Niedersachsen diskutiert über Feiertag zum Internationalen Frauentag
Sebastian FischerNiedersachsen diskutiert über Feiertag zum Internationalen Frauentag
Vorschlag für Internationalen Frauentag als Feiertag in Niedersachsen gewinnt an Fahrt
Ein Vorstoß, den Internationalen Frauentag am 8. März in Niedersachsen zu einem offiziellen Feiertag zu erklären, erhält zunehmend Rückhalt. Das Innenministerium prüft die Idee nun, nachdem eine Petition breite öffentliche Unterstützung erhalten hat. Befürworter argumentieren, dies würde die Gleichstellung der Geschlechter fördern und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben verbessern.
Die Initiative ging von einem Bündnis aus dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), der Gewerkschaft Verdi und dem Landesfrauenrat aus. Ihre Petition, den 8. März zum gesetzlichen Feiertag zu erheben, sammelte über 5.000 Unterschriften. Daraufhin setzte der Petitionsausschuss das Thema auf die Tagesordnung des Landtags.
Eine Vertreterin von Verdi betonte, das Datum biete sich ideal an, um auf Gleichberechtigung aufmerksam zu machen. Zudem würde es Beschäftigten helfen, Beruf und Privatleben besser in Einklang zu bringen. Kritische Stimmen kommen jedoch von Wirtschaftsverbänden, die negative Auswirkungen auf die Wirtschaft durch einen zusätzlichen Feiertag befürchten.
Damit der Vorschlag Gesetz wird, muss eine Fraktion einen offiziellen Antrag einbringen. Die Unterstützer kündigten an, weiter für die Umsetzung zu kämpfen und an der nächsten Plenarsitzung teilzunehmen. Niedersachsen hat derzeit nur zehn gesetzliche Feiertage – weniger als jedes andere Bundesland.
Die Prüfung durch das Innenministerium ist der nächste Schritt im Verfahren. Bei einer Zustimmung würde der 8. März in die Liste der offiziellen Feiertage aufgenommen. Die Entscheidung hängt von der politischen Unterstützung und weiteren Debatten im Parlament ab.
