Oberasbach verdoppelt Wassergebühren ab Oktober 2026 – was Bürger jetzt wissen müssen
Sebastian FischerOberasbach verdoppelt Wassergebühren ab Oktober 2026 – was Bürger jetzt wissen müssen
Oberasbacher Haushalte müssen ab 1. Oktober 2026 mit stark steigenden Wassergebühren rechnen. Der Stadtrat wird am 29. Juni 2026 über eine überarbeitete Satzung abstimmen, die die veralteten Regelungen von 1995 ersetzt. Grund für die Anpassung sind geänderte rechtliche Vorgaben. Auslöser ist eine Neuberechnung des Bayerischen Kommunalprüfungsverbandes, die ein Finanzierungsdefizit von rund 2,1 Millionen Euro über vier Jahre aufgedeckt hat.
Die neue Satzung bringt erhebliche Änderungen bei den Wasserentgelten mit sich. Der Verbrauchspreis wird sich nahezu verdoppeln – von 2,08 Euro pro Kubikmeter auf 4,12 Euro. Diese Erhöhung berücksichtigt eine Kapitalverzinsung von 2 Prozent für Investitionen in die Wasserversorgung und soll die in den vergangenen Jahren entstandene Finanzlücke schließen.
Noch vor der vollständigen Anpassung wird zum 1. Juli 2026 ein sogenannter „Wassercent“-Zuschlag von 10 Cent pro Kubikmeter eingeführt. Die Einnahmen daraus fließen in lokale Projekte zum Gewässerschutz. Zudem orientiert sich die überarbeitete Satzung am Musterstatut des Bayerischen Innenministeriums und aktualisiert Vorschriften zu Preishinweisen sowie zur Bemessung unbebauter Grundstücke.
Nach der Verabschiedung tritt die neue Regelung am 1. Oktober 2026 in Kraft. Dann lösen die aktuellen Bestimmungen die veraltete Fassung von 1995 vollständig ab, und die Bürger müssen die höheren Tarife zahlen.
Die überarbeitete Satzung führt zu einer fast Verdopplung der Wassergebühren in Oberasbach. Gleichzeitig werden zusätzliche Abgaben für den Umweltschutz erhoben. Ziel der Änderungen ist es, die bisherigen Finanzierungsengpässe auszugleichen und die kommunalen Wasservorschriften zu modernisieren.






