"Ohligs City Ring": Weniger Parkplätze, mehr Sicherheit und Barrierefreiheit
Sebastian Fischer"Ohligs City Ring": Weniger Parkplätze, mehr Sicherheit und Barrierefreiheit
Das Projekt „Ohligs City Ring“ zielt darauf ab, umweltfreundlichen Verkehr zu fördern und die Anbindung an die Innenstadt zu verbessern. Gleichzeitig soll die Erreichbarkeit des Hauptbahnhofs gestärkt und die Infrastruktur barrierefreier gestaltet werden. Viele der geplanten Änderungen werden dabei von Sicherheitsbedenken vorangetrieben.
Geprüft wird derzeit die Einführung einer Einbahnstraßenregelung auf der Rennpatt, um den Verkehrsfluss zu entlasten und Busse reibungsloser fahren zu lassen. Zudem sollen Gehwege frei bleiben und die Zufahrt für Busse sowie Schwerlastverkehr auf die Bahnstraße vereinfacht werden.
Insgesamt fallen im Rahmen des Projekts 35 Parkplätze weg, davon allein 28 auf der Kottendorfer Straße und der Bahnstraße. Als Ausgleich plant die Stadt, die ehemalige Schulbus-Haltestelle auf der Rennpatt in eine Parkzone umzuwandeln und dort acht neue Stellplätze zu schaffen. Netto bleibt die Zahl der Parkplätze auf der Rennpatt damit unverändert.
Barrierefreie Bushaltestellen werden ausgebaut oder neu eingerichtet, um mehr Menschen zum Umstieg auf den ÖPNV zu bewegen. Die Stadt argumentiert, dass die Änderungen Konflikte zwischen parkenden Autos, Bussen und dem fließenden Verkehr verringern und so die Verkehrssicherheit insgesamt erhöhen werden.
Doch zentrale Fragen sind noch offen: Lassen sich die entfallenen Parkplätze außerhalb der Rennpatt ersetzen, und wie viele öffentliche Parkmöglichkeiten gibt es derzeit im Viertel? Die Diskussion dreht sich nun darum, ob die Vorteile des Projekts den Verlust an Parkraum aufwiegen. Zudem müssen die Verantwortlichen klären, wo betroffene Autofahrer künftig parken sollen und welche Alternativen es für Anwohner, Kunden und Besucher gibt. Bisher fehlen dazu jedoch konkrete Antworten der Stadt.






