Osnabrück fordert mehr Landesgelder für den dringenden Kita-Ausbau
Die Stadt Osnabrück hat dem Land vorgeworfen, die Kommunen mit den Kosten für den Kita-Ausbau alleinzulassen. Vertreter der Stadt argumentieren, dass die lokalen Haushalte die volle finanzielle Last nicht tragen können, ohne die Stabilität zu gefährden. Trotz laufender Bemühungen besteht Osnabrück auf mehr Unterstützung, um die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen.
Seit dem Sommer 2022 hat die Stadt zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um Fachkräfte in den Bereichen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe zu gewinnen und zu halten. Dazu gehören die Ausbildung von Spezialisten, Umschulungen für Quereinsteiger sowie Angebote zur beruflichen Weiterbildung. Zudem wurden Springerpools eingerichtet und Werbekampagnen intensiviert, um Personal zu gewinnen. Infolge dieser Bemühungen sind mittlerweile fast alle Stellen in den städtischen Kitas besetzt.
Osnabrück hat auch massiv in die Infrastruktur investiert: Seit 2009 flossen 113 Millionen Euro in den Kita-Neubau. Der Landesanteil belief sich im gleichen Zeitraum jedoch auf knapp 8 Millionen Euro. Zwar werden die Betriebskosten der Kitas zu etwa einem Drittel erstattet, für den Neubau im Jahr 2024 sind jedoch keine Landesmittel vorgesehen.
Die Stadtverwaltung spricht von einer „beinahe skandalösen“ Situation. Sie betont, dass Kommunen den Kita-Ausbau nicht allein finanzieren können, ohne die Haushalte aus dem Gleichgewicht zu bringen. Osnabrück fordert nun eine Mitfinanzierung durch das Land, um die Kosten gerechter zu verteilen.
Das Land stellt zwar rechtliche und finanzielle Hilfen bereit, die von der Stadt und freien Trägern genutzt werden. Doch nach Ansicht der Verantwortlichen reicht diese Unterstützung nicht aus, um die gesamten Herausforderungen zu bewältigen. Ohne zusätzliche Mittel drohen nach Warnung Osnabrücks Verzögerungen oder Kürzungen bei künftigen Kita-Projekten.






