17 June 2026, 19:11

P-Konto als Rettungsanker: Warum viele Schuldner trotzdem um ihr Geld kämpfen

Pfändungsschutzkonto: Diakonie Fürth sieht Lücken in der Praxis

P-Konto als Rettungsanker: Warum viele Schuldner trotzdem um ihr Geld kämpfen

Deutschland verzeichnet monatlich zwischen 300.000 und 350.000 Kontopfändungen. Viele Betroffene sind auf ein sogenanntes Pfändungsschutzkonto (P-Konto) angewiesen, um ihr Existenzminimum vor dem Zugriff von Gläubigern zu schützen. Doch selbst diese Konten können Probleme bereiten – wie während der diesjährigen Schuldnerberatungs-Aktionswoche deutlich wurde.

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Die Aktionswoche der Schuldnerberatung, die vom 15. bis 19. Juni stattfand, setzte sich unter dem Motto „Wie komme ich an mein Geld? Wenn das P-Konto zum Problemkonto wird“ mit den Herausforderungen rund um P-Konten auseinander. Jeder Kontoinhaber kann sein Girokonto in ein P-Konto umwandeln lassen, das gesetzlich einen Freibetrag von 1.560 Euro pro Monat schützt. Doch wie die Diakonie Fürth berichtet, wenden Banken diese Schutzmechanismen nicht immer korrekt an.

P-Konten dürfen nur auf Guthabenbasis geführt werden, eine Überziehung ist nicht möglich. Selbst bei einem negativen Kontostand bleibt das Recht auf Umwandlung bestehen. Allerdings gestaltet sich die Umstellung bei Gemeinschaftskonten deutlich schwieriger als bei Einzelkonten – ein Problem insbesondere für Paare, bei denen nur ein Partner verschuldet ist.

Inhabern eines P-Kontos wird geraten, Zahlungen an Gläubiger sorgfältig zu prüfen und zu priorisieren, um die Deckung der Lebenshaltungskosten zu sichern. Trotz der Schutzmechanismen kann es dennoch vorkommen, dass Kartenzahlungen oder Bargeldabhebungen am Automaten abgelehnt werden – selbst wenn ausreichend Geld auf dem Konto vorhanden ist.

Ziel des Systems ist es, finanziell gefährdete Kontoinhaber vor dem Verlust ihres Existenzminimums zu bewahren. Doch technische und rechtliche Hürden können den Zahlungsverkehr im Alltag weiterhin erschweren. Die Schuldnerberatungs-Aktionswoche will Betroffene über ihre Rechte aufklären und Lösungswege aufzeigen.

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