15 March 2026, 22:18

Pharmazie-Fonds wächst trotz Rekordausschüttungen – doch die Zukunft ist ungewiss

Ein blauer Hintergrund mit weißer Schrift und einem Logo, auf dem steht: "19 Millionen Amerikaner werden geschätzte 400 USD pro Jahr an Arzneimittelkosten sparen."

Pharmazie-Fonds wächst trotz Rekordausschüttungen – doch die Zukunft ist ungewiss

Der Pharmazie-Dienstleistungsfonds (pDL) verzeichnete im dritten Quartal ein weiteres Wachstum – trotz steigender Auszahlungen. Die Einnahmen übersteigen weiterhin die Ausgaben, sodass ein beträchtlicher Überschuss bleibt. Gleichzeitig verzeichnen zentrale Apothekenleistungen eine deutlich gestiegene Inanspruchnahme durch Patienten.

Im letzten Quartal flossen dem pDL zusätzliche 35 Millionen Euro zu. Nach Abzug von 1.000 Euro für Verwaltungskosten belief sich das Fondsvermögen vor den Ausschüttungen auf über 548 Millionen Euro. Apotheken reichten anschließend Forderungen in Höhe von 10,7 Millionen Euro ein, wodurch der verbleibende Bestand auf 537 Millionen Euro sank.

Im Vergleich zum Vorquartal beteiligten sich mehr Apotheken am Fonds: Insgesamt 8.777 reichten Abrechnungen ein – ein leichter Anstieg. Auch der Not- und Nachtdienstfonds (NNF) verzeichnete eine höhere Aktivität und schüttete 11,3 Millionen Euro aus. Das entspricht einem Plus von 12 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal und einem Anstieg von 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Bei den Patientendienstleistungen zeigte sich eine starke Nachfrage: Die standardisierte Risikobewertung bei Bluthochdruck wurde 44.527-mal durchgeführt – ein Anstieg von 43 Prozent im Jahresvergleich und 13 Prozent mehr als im zweiten Quartal. Die Inhalator-Schulung erreichte 91.274 Patienten ( 18 Prozent zum Vorjahr), lag jedoch 16 Prozent unter dem Wert des Vorquartals. Die Beratung bei Polypharmazie verzeichnete ein Jahresplus von 69 Prozent: 78.949 Patienten, die fünf oder mehr Medikamente einnehmen, erhielten Unterstützung – ein Zuwachs von 21 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal.

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat seit Inkrafttreten seiner Reformmaßnahmen keine vergleichenden Daten mehr zu Inhalator-Schulungen und Polypharmazie-Beratungen veröffentlicht. Zudem plant das Ministerium, den pDL im Rahmen der anstehenden Apothekenreform aufzulösen.

Trotz der jüngsten Auszahlungen bleibt der pDL mit 537 Millionen Euro finanziell stabil. Patientendienstleistungen wie Blutdruckchecks, Inhalator-Schulungen und Polypharmazie-Beratungen wurden deutlich ausgebaut. Die Zukunft des Fonds ist jedoch ungewiss, da das BMG seine Auflösungspläne vorantreibt.

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