Potsdam verbietet Smart Glasses in Schwimmbädern gegen heimliche Aufnahmen
Sebastian FischerPotsdam verbietet Smart Glasses in Schwimmbädern gegen heimliche Aufnahmen
Potsdam hat ein Verbot für Smart Glasses in seinen öffentlichen Schwimmbädern eingeführt, um heimliche Aufnahmen zu unterbinden. Die Maßnahme ist eine Reaktion auf Bedenken, dass ohne Einwilligung Fotos und Videos angefertigt werden. Die Stadtverwaltung hat die örtlichen Vorschriften entsprechend angepasst, um das Problem direkt anzugehen.
Der Beschluss erfolgte nach Berichten, wonach Männer Smart Glasses genutzt hatten, um junge Frauen in Schwimmbädern heimlich zu filmen. Diese Aufnahmen wurden später unter bestimmten Hashtags online verbreitet, was Datenschutzbedenken auslöste. Der Potsdamer Stadtrat reagierte, indem er bestehende Regelungen erweiterte, um alle Geräte – einschließlich Smart Glasses – abzudecken.
In Berlins öffentlichen Bädern ist das Fotografieren von Fremden bereits verboten, doch ein explizites Verbot für Smart Glasses gibt es dort bisher nicht. Verantwortliche erklärten, es lägen noch keine Vorfälle mit solchen Geräten vor. In Potsdam hingegen wird das Verbot von Mitarbeitern und Bademeistern durchgesetzt, insbesondere in Freibädern.
Die neuen Regeln in Potsdam zielen darauf ab, unerlaubte Aufnahmen zu verhindern und die Privatsphäre der Besucher zu schützen. Das Personal wird die Einhaltung überwachen und sicherstellen, dass das Verbot für alle Geräte gilt, die Fotos oder Videos aufnehmen können. Die Maßnahme spiegelt die wachsende Sorge über den Missbrauch von Technologie in öffentlichen Räumen wider.






