Protest gegen rechtsextreme Vernetzung in Halle: Fitnessstudio im Fokus der Kritik
Lotta BrandtProtest gegen rechtsextreme Vernetzung in Halle: Fitnessstudio im Fokus der Kritik
Am Samstag fand vor dem Hauptbahnhof von Halle eine Demonstration statt. Die Veranstalter sprachen von etwa 300 Teilnehmern, während die Polizei die Zahl auf rund 170 schätzte. Im Mittelpunkt des Protests stand die angebliche Rolle des dortigen Fitnessstudios als Knotenpunkt für rechtsextreme Vernetzung und Rekrutierung. Zu dessen Kernteam gehört Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer einer rechtsextremen Hooligan-Gruppe. Eine weitere Person mit Verbindungen zum Studio ist Hans Krüger, ein Nachwuchstrainer und Anhänger von Energie Cottbus mit Kontakten in dieselbe Szene.
Die Betreiber des Studios betonen, Menschen aller Hintergründe willkommen zu heißen. Dokumenten zufolge veranstalteten sie jedoch in Teutschenthal eine rechtsextreme Veranstaltung, an der auch AfD-Kandidaten teilnahmen. Ein Gegenbeispiel ist die lokale Kulturakademie, die demokratische Werte durch Kampfsport fördert. Ihr Programm umfasst Medienkompetenz-Workshops, politische Bildung und gemeinnützige Projekte.
Die Demonstranten forderten die sofortige Schließung der Gladiator Fight Academy. Sie argumentierten, dass deren Weiterbetrieb die Gefahr berge, rechtsextremen Einfluss in der lokalen Sportgemeinschaft zu normalisieren.
Die Kundgebung unterstreicht wachsende Bedenken hinsichtlich rechtsextremer Verstrickungen im Kampfsport. Während das Studio betont, für alle offen zu sein, stehen seine nachgewiesenen Verbindungen zu extremistischen Kreisen weiterhin in der Kritik. Gleichzeitig setzen alternative Vereine wie die Kulturakademie auf inklusive und politisch bewusste Trainingsumfelder.






