Proteste gegen Windkraftausbau: Südwestthüringen streitet um 40 neue Flächen
Sebastian FischerProteste gegen Windkraftausbau: Südwestthüringen streitet um 40 neue Flächen
Öffentliche Versammlung in Suhl: Spannungen um Ausbau der Windenergie in Südwestthüringen
Bei einer öffentlichen Sitzung in Suhl diese Woche kam es zu wachsenden Spannungen wegen der Pläne zum Ausbau der Windenergie in Südwestthüringen. Der regionale Planungsverband billigte einen Entwurf, der die ausgewiesenen Flächen für Windkraftanlagen deutlich ausweitet. Kritiker, darunter lokale Bürgerinitiativen, haben bereits mit ihrem Widerstand begonnen.
Der Regionalplanungsverband Südwestthüringen (RPG) trat am Mittwoch zusammen. Die Teilnehmer stimmten für die Annahme des zweiten Entwurfs des Regionalplans, der nun 40 Vorranggebiete für Windenergie ausweist. Diese umfassen rund 6.900 Hektar – ein Anstieg von bisher nur 0,15 auf 1,7 Prozent der Regionalfläche.
Zu den vorgeschlagenen Standorten gehören der Dietrichsberg bei Vacha, der Hetzeberg bei Möhra sowie der Hoppberg bei Dorndorf. Sieben der Zonen liegen in der Rhön, einer Region, in der bereits jetzt Widerstand gegen die Pläne besteht.
Vor dem Sitzungssaal versammelten sich etwa 150 Demonstranten zu einem "stillen Protest". Darunter war auch die Bürgerinitiative Stadtlengsfeld gegen Windräder im Wald (BI). Viele Gruppen teilen die Sorgen über die rasche Ausweitung der Windenergieflächen.
Die öffentliche Konsultationsphase zum Plan beginnt am 18. Mai und läuft acht Wochen lang. Ein Teil dieses Zeitraums fällt in die Sommerferien, was die Möglichkeiten für Rückmeldungen einschränkt.
Der beschlossene Entwurf geht nun in die öffentliche Anhörung, in der Bürger und Organisationen Stellungnahmen einreichen können. Wird der Plan endgültig verabschiedet, ebnet er den Weg für neue Windkraftanlagen an mehreren Standorten in Südwestthüringen. Lokale Widerstandsgruppen haben bereits angekündigt, die Vorhaben rechtlich anfechten zu wollen.






