Proteste in Albanien: Warum rosa Flamingos gegen Kushners Luxusresort kämpfen
Sebastian FischerProteste in Albanien: Warum rosa Flamingos gegen Kushners Luxusresort kämpfen
Albanien, ein kleines Balkanland an der Adria, steht derzeit im internationalen Fokus. Demonstranten, die auf einer Insel rosa Flamingo-Attrappen schwenken, lenken die Aufmerksamkeit auf Bedenken gegen ein geplantes Ferienresort, das mit Jared Kushner in Verbindung gebracht wird.
Jared Kushner, der Schwiegersohn des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump und Verbündeter des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu, steht hinter dem Projekt. Seine Investmentfirma Affinity Partners will die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Israel und arabischen Staaten stärken. Die albanische Regierung unter Ministerpräsident Edi Rama hat dem Vorhaben den Status eines „strategischen Investors“ verliehen – damit entfallen die üblichen Umweltprüfungen.
Im Mittelpunkt der Kontroverse steht die mögliche Auswirkung des Resorts auf das Vjosa-Narta-Delta, Europas ersten Nationalpark für Wildflüsse. Albaniens Anti-Korruptionsbehörden haben nun eine Untersuchung zu Kushners Abkommen mit Tirana eingeleitet. Der Fall stellt auch die Europäische Union vor eine Herausforderung, da Albanien eine Mitgliedschaft anstrebt.
Die Ermittlungen sollen klären, ob bei der Genehmigung des Projekts die vorgeschriebenen Verfahren eingehalten wurden. Das Ergebnis könnte sich auf Albaniens EU-Beitrittshoffnungen und seinen Ruf als proamerikanischer Partner in der Region auswirken. Umweltschützer lehnen das Resort weiterhin wegen der Gefahren für die Tierwelt ab.






