13 March 2026, 20:26

Rechtspopulistische Gruppe Zentrum zieht erstmals in VW-Betriebsrat ein

Eine Gruppe von Menschen sitzt vor einer Volkswagen-Vertretung mit Glaswänden auf dem Boden und hält eine Fahne mit Text, unter Deckenleuchten.

Arbeitskreis betritt erstmals einen VW-Betriebsrat - Rechtspopulistische Gruppe Zentrum zieht erstmals in VW-Betriebsrat ein

Zum ersten Mal hat eine kleine, aber umstrittene Gruppe Sitze im Betriebsrat von Volkswagen errungen. Die Organisation Zentrum, die mit der rechtspopulistischen AfD in Verbindung steht, sicherte sich zwei Plätze im Werk Braunschweig. Das Ergebnis markiert ihren ersten Einzug in die Mitarbeitervertretung des Konzerns – nach Jahren der Präsenz bei Mercedes-Benz.

Zentrum wurde 2009 unter dem Namen Zentrum Automobil im Mercedes-Werk Stuttgart-Untertürkheim gegründet. Im Laufe der Zeit errang die Gruppe dort neun Sitze. Am 13. März 2026 weitete sie ihren Einfluss auf Volkswagen aus, indem sie in Braunschweig eine eigene Kandidatenliste aufstellte.

Bei der Wahl erhielt Zentrum 6,49 Prozent der Stimmen – ausreichend für zwei der 35 zu vergebenden Sitze. Die IG Metall dominierte mit 78,5 Prozent und 28 Mandaten, während die Christliche Gewerkschaft Metall (CGM) auf 15 Prozent und fünf Sitze kam. Selbst mit mehr Bewerbern hätte Zentrum keinen zusätzlichen Sitz erzielen können.

Insgesamt hält die Gruppe nun 11 Betriebsratssitze bei deutschen Automobilherstellern – neun bei Mercedes in Stuttgart-Untertürkheim und zwei bei VW in Braunschweig.

Das Wahlergebnis verschafft Zentrum einen Fuß in der Tür der Volkswagen-Mitarbeitervertretung. Ihre Präsenz bringt eine neue politische Dynamik in den Betriebsrat. Die Verbindungen der Gruppe zur AfD lenken die Aufmerksamkeit auf ihren wachsenden Einfluss in industriellen Arbeitsumfeldern.

Quelle