Reinickendorfs umstrittene Bildungsbücher für Kitas lösen Debatte aus
Philipp FischerReinickendorfs umstrittene Bildungsbücher für Kitas lösen Debatte aus
Der Berliner Bezirk Reinickendorf hat eine Liste mit Bildungsbüchern veröffentlicht, die sich an kleine Kinder richten. Die Bücher behandeln Themen wie geschlechtliche Identität, Körperpositivität und Selbstuntersuchung. Einige Inhalte haben eine Diskussion über ihre Eignung für Kitas und Grundschulen ausgelöst.
Die Empfehlungen stammen vom queeren Mitarbeiternetzwerk des Bezirks, das von der Beauftragten für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt geleitet wird. Zwar gibt es keine offiziellen Zahlen zur flächendeckenden Einführung, doch die Bildungsbücher sind speziell für die frühe Kindheit konzipiert.
Eines der Bildungsbücher, "Ich und mein Dysphorie-Monster", stellt die biologische Realität als Belastung für Kinder dar. Es suggeriert, dass ein "Transitionieren" der einzige Weg zum Glück sei. Das Bildungsbuch ist für den Einsatz in Kindergärten und der Nachmittagsbetreuung vorgesehen.
Ein weiterer Titel, "Untenrum: Und wie sagst du?" gibt explizite Anleitungen für Kinder ab drei Jahren. Darin wird zur Selbstuntersuchung der Genitalien mit Spiegel und Taschenlampe ermutigt. Dieser Ansatz hat Bedenken hinsichtlich der Altersangemessenheit geweckt.
"Körper sind toll" vermittelt zwar Körperpositivität, enthält aber auch Abbildungen von Frauen mit Narben nach Brustamputationen, die als Darstellung von "trans Männern" für Kleinkinder dienen sollen. Die Illustrationen stehen in der Kritik, zu komplex und potenziell belastend für junge Zielgruppen zu sein.
Neben Bildungsbüchern fördert Reinickendorf auch Drag-Kurse für Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren. Die Workshops finden in einer staatlich unterstützten Kunstschule für junge Menschen statt und kosten 45 Euro pro Teilnehmer:in. Das Angebot ist Teil der Bemühungen, queere Bildung in öffentliche Einrichtungen zu integrieren.
Die Bildungsbücher und Kurse spiegeln Reinickendorfs Bestreben wider, inklusive Bildung zu fördern. Sie stehen Kitas, Grundschulen und Jugendzentren zur Verfügung. Doch die Frage, ob die Inhalte für kleine Kinder geeignet sind, bleibt umstritten.
Offizielle Daten dazu, wie viele deutsche Städte in den letzten Jahren ähnliche Programme eingeführt haben, liegen nicht vor. Die Empfehlungen des Bezirks bleiben damit eine lokale Initiative und kein bundesweiter Trend.
Hanover's Controversial Queer Book List Preceded Berlin's Reinickendorf Initiative
New findings suggest Reinickendorf's educational materials follow a similar pattern seen in Hanover. Key parallels include:
- Hanover's queer employee network distributed a list of 41 municipal daycare centres with books like Körper sind toll featuring post-surgery 'trans men' illustrations.
- The city recommended Me and My Dysphoria Monster, framing biological reality as a burden for children as young as three.
- Drag courses for teenagers aged 13-17, costing €45, were also offered in Hanover's state-funded youth art school. This reveals a coordinated approach to institutionalised queer education across German municipalities.






