17 June 2026, 17:47

Revolutionäre mobile SAF-Anlage auf der ILA Berlin 2026 präsentiert

Ineratec präsentiert containerisierte Anlage für dezentrale e-SAF-Produktion

Revolutionäre mobile SAF-Anlage auf der ILA Berlin 2026 präsentiert

Mobile Anlage für nachhaltigen Flugkraftstoff auf der ILA Berlin 2026 vorgestellt

Die Ineratec GmbH präsentierte auf der ILA Berlin 2026 eine neue mobile Produktionsanlage für nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF). Die kompakte Einheit ist Teil einer größeren Initiative, um die Herstellung synthetischer Kraftstoffe in ganz Europa auszubauen. Sie ermöglicht die dezentrale Erzeugung von E-SAF und anderen Treibstoffen vor Ort und verringert so die Abhängigkeit von großen, zentralen Produktionsstätten.

Die mobile Anlage basiert auf dem „Lifeline“-System, einer containerbasierten Version der „ERA ONE“-Anlage von Ineratec in Frankfurt – der ersten kommerziellen Power-to-Liquid-Produktionsstätte Europas. Das neue System nutzt die Fischer-Tropsch-Synthese, um erneuerbaren Strom, Wasserstoff und CO₂ in „Drop-in“-Kraftstoffe umzuwandeln, die direkt in bestehenden Systemen einsetzbar sind.

Das Wehrwissenschaftliche Institut für Werk-, Explosiv- und Betriebsstoffe der Bundeswehr bestätigte, dass die erzeugten Kraftstoffe den Normen von ASTM International entsprechen und mit der aktuellen Flugzeugflotte sowie der bestehenden Infrastruktur kompatibel sind. Ineratec und die Deutsche Aircraft GmbH haben die modulare Produktion mit dem Regionalflugzeug D328 im Rahmen eines „Fuel-to-Flight“-Ökosystems verknüpft.

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Das „Lifeline“-Projekt ist mit der Giga-PtX-Initiative vernetzt, die ein dezentrales Netzwerk kleiner Power-to-Liquid-Anlagen in Europa aufbauen will. Jede dieser Anlagen könnte jährlich 4.000 bis 7.000 Tonnen synthetischen Kraftstoff produzieren – mit dem Ziel, kontinentweit über 20 Millionen Tonnen zu erzeugen. Dank integrierter Redundanzsysteme ermöglicht die Anlage einen durchgehenden Betrieb. Die hergestellten Kraftstoffe sind für den Einsatz in heutigen Triebwerken zertifiziert. Der Ansatz fördert damit den Übergang zu einer lokalen, nachhaltigen Kraftstoffversorgung in der Luftfahrt.

Quelle