Revolutionäres Laserschweißen soll Schiffbau effizienter und präziser machen
Lotta BrandtRevolutionäres Laserschweißen soll Schiffbau effizienter und präziser machen
Forscherinnen und Forscher des Laser Zentrums Hannover (LZH) entwickeln ein neues Schweißverfahren für dicke Metallplatten im Schiffbau. Ziel des Projekts ist ein schnelleres und zuverlässigeres Verfahren zum Fügen von Materialien mit einer Stärke von bis zu 30 Millimetern. Es ist Teil der Initiative DIGIMAR, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert wird.
Das Team arbeitet an einer Mehrstrahl-Laserschweißtechnik mit maßgeschneiderter Strahlformung. Dieser Ansatz soll hochwertige, rissfreie Schweißnähte ermöglichen und gleichzeitig Produktionsschritte reduzieren. Durch ein einstufiges Verfahren verringert sich die Anzahl der Schweißlagen, was Zeit, Zusatzwerkstoffe und Schutzgas einspart.
Zusätzlich wird ein digitaler Zwilling eingeführt, der jeden Schweißvorgang überwacht und dokumentiert. Diese Technologie erfasst den gesamten Prozess, senkt die Fehlerquote und minimiert den Bedarf an manuellen Kontrollen. Langfristig sollen sowohl das Schweißverfahren als auch der digitale Zwilling in die Fertigungslinien von Werften integriert werden.
Das im Rahmen von DIGIMAR geförderte Projekt konzentriert sich auf die Steigerung der Effizienz in der maritimen Produktion. Die kombinierten Innovationen könnten Schweißprozesse beschleunigen, ohne die strengen Qualitätsstandards zu beeinträchtigen.
Das neue Schweißverfahren und das System des digitalen Zwillings sind darauf ausgelegt, die Produktivität im Schiffbau zu erhöhen. Bei Erfolg werden sie Materialabfall verringern, die Produktionszeiten verkürzen und die Zuverlässigkeit der Schweißnähte verbessern. Die Technologie soll künftig in industriellen maritimen Einrichtungen eingesetzt werden.






