04 April 2026, 22:17

Rheinmetall und Boeing bieten Ghost Bat als Kampfdrohne für die Luftwaffe an

Organigramm der United States Air Force mit dem Verteidigungsminister an der Spitze, das die Abteilungen und ihre Rollen durch Pfeile verbindet.

Rheinmetall und Boeing bieten Ghost Bat als Kampfdrohne für die Luftwaffe an

Rheinmetall und Boeing bieten MQ-28 Ghost Bat als Collaborative Combat Aircraft für die Luftwaffe an

Die Unternehmen Rheinmetall und Boeing haben sich zusammengeschlossen, um der deutschen Luftwaffe die MQ-28 Ghost Bat als Collaborative Combat Aircraft (CCA) anzubieten. Ziel ist es, den geplanten Einsatzbeginn der Luftwaffe im Jahr 2029 zu erfüllen. Das deutsche Verteidigungsministerium lehnte es jedoch ab, sich vor der parlamentarischen Zustimmung zu dem potenziellen Deal zu äußern.

Die MQ-28 ist eine modulare Drohne, die für Einsätze von der Aufklärung bis zur elektronischen Kriegsführung konzipiert wurde. Sie hat bereits über 150 Testflüge absolviert und ist für den Einsatz in hochbedrohlichen Umgebungen ausgelegt. Die Partnerschaft folgt auf Gespräche von Rheinmetall mit Boeing und Lockheed Martin im August 2025 über eine Zusammenarbeit im CCA-Bereich. Der deutsche Konzern übernimmt dabei die Rolle des Systemintegrators und ist für die Einbindung in die bestehenden Strukturen der Bundeswehr sowie für Logistik und Instandhaltung verantwortlich. Diese Funktion stellt sicher, dass die Drohne den spezifischen Anforderungen Deutschlands entspricht – darunter die Kompatibilität mit bestehenden Führungs- und Waffensystemen.

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Im Gegensatz zur australischen Variante wird die deutsche MQ-28 nationale Anpassungen aufweisen, darunter eigenständige Lieferketten und industrielle Beiträge. Rheinmetalls Vorstandsvorsitzender Armin Pappenger schätzte, dass Deutschland etwa 400 CCAs benötigen könnte, um den operativen Bedarf zu decken. Das Unternehmen betonte zudem seine Wertschätzung für die Verteidigungsbemühungen der Ukraine – eine Reaktion auf frühere Kritik an Äußerungen über die Drohnenindustrie des Landes.

Die MQ-28 soll als Force Multiplier fungieren und bemannte Flugzeuge in umkämpften Lufträumen unterstützen. Rheinmetalls Ansatz zielt auf eine hohe nationale Wertschöpfung ab, wobei die gemeinsame deutsch-australische Entwicklung maßgeschneiderte Anpassungen ermöglicht. Das modulare Design der Drohne bietet Flexibilität für verschiedene Einsatzrollen und zukünftige Aufrüstungen.

Der Vorschlag muss nun die parlamentarische Zustimmung durchlaufen, bevor eine Beschaffung erfolgen kann. Bei einer Auswahl würde die MQ-28 bis 2029 in Dienst gestellt und die unbemannten Fähigkeiten der Luftwaffe stärken. Rheinmetalls Rolle als Systemintegrator sichert dabei die langfristige operative und logistische Unterstützung der Flotte.

Quelle