Sachsen-Anhalts Ministerpräsident fordert strengere Bürgergeld-Regeln wegen Fachkräftemangels
Sebastian FischerSachsen-Anhalts Ministerpräsident fordert strengere Bürgergeld-Regeln wegen Fachkräftemangels
Sven Schulze, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, fordert schärfere Regeln für das deutsche Bürgergeld. Er kritisiert, dass zu viele Empfänger, die arbeiten könnten, stattdessen untätig bleiben – obwohl in der Region zahlreiche Stellen unbesetzt sind.
Schulze verwies auf ein Ungleichgewicht am Arbeitsmarkt: Während in Sachsen-Anhalt Tausende Jobs offen sind, verzichten viele erwerbsfähige Bürgergeld-Bezieher auf eine Beschäftigung. Besonders deutlich werde dies bei saisonalen Tätigkeiten wie der Apfelernte, wo die meisten Arbeitskräfte aus Osteuropa kämen – nicht aus dem Kreis der Sozialhilfeempfänger.
Der Ministerpräsident nannte die Situation ungerecht gegenüber denen, die arbeiten – etwa Geringverdienern, Alleinerziehenden oder Auszubildenden. Er fragte, warum ein potenzielles Arbeitskräftepotenzial unter den Bürgergeld-Beziehern ungenutzt bleibe, obwohl Unternehmen dringend Personal benötigten.
Schulze betonte, dass erwerbsfähige Menschen nicht ohne Gegenleistung Leistungen beziehen sollten. Seine Äußerungen spiegeln die Verärgerung über Fälle wider, in denen Sozialhilfe an Personen fließt, die sich nicht um eine Arbeitsaufnahme bemühen.
Die Debatte um das Bürgergeld entzündet sich vor dem Hintergrund anhaltender Fachkräftemangels in Sachsen-Anhalt. Schulz’ Forderung nach strengeren Auflagen zielt darauf ab, mehr Empfänger in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Der Vorstoß könnte die Sozialpolitik des Landes grundlegend verändern.






